Marina Ludwig aus Kallnach BE und ihr Mann warten auf 20'000 Franken. Die beiden haben dem 23-jährigen Giuseppe G. aus dem Raum Solothurn ein Auto verkauft. Ein Vertrag wurde unterzeichnet, nur die Kaufsumme floss nicht gleich. Eine Anzahlung von 2000 Franken wurde vereinbart. G. gab an, das restliche Geld Ende Monat zu überweisen. Das war im Januar 2018. 

Das Geld wurde nie überwiesen. Die 30-Jährige Bernerin hat die Polizei informiert. «Er soll merken, dass es so nicht geht», sagt sie gegenüber TeleM1. G. soll seine Schulden zurückzahlen. Zudem warnt sie auf Facebook vor diesem dubiosen Autokäufer. Ihr VW Golf hat G. übrigens noch am Kauf-Tag an einen Händler in Biel weiterverkauft – für 15'000 Franken.

Marina Ludwig ist nicht das einzige Opfer. Die Liste der von Giuseppe G. betrogenen Personen ist lang. Sogar vor Bekannten macht er nicht Halt. Die ehemalige Kollegin Jennifer Gilgen hat ihm ein Auto verkauft. 6000 Franken sollte sie dafür erhalten. «Das Geld kam leider nie», erzählt sie TeleM1.

Auch bei Fitnesscenter-Besitzer Michel Brügger hat G., der bei seinen Eltern wohnt, Schulden. Er sei einfach «ein Vagant», meint er. G. habe massive Schulden und bezahle keine Rechnungen. «Ich weiss dass er nichts arbeitet. Und dies, obwohl er kleine Kinder hat.»

G. hat insgesamt 380'000 Franken Schulden. Das belegt ein Betreibungsregister-Auszug. Die Solothurner Staatsanwaltschaft hat ein Strafverfahren wegen Betrug eröffnet. (ldu)