Damit Einzonungen möglich werden, muss nach (bald) geltendem Recht gleich viel Land ausgezont werden. Dies ist ein Grundsatz im neuen Richtplan, der aber noch nicht vom Bund abgesegnet ist.

In Schnottwil hat man im Rahmen der laufenden Ortsplanungsrevision einen Bedarf nach Bauland erkannt. «Es besteht eine grosse Nachfrage», erklärte Gemeindepräsident Stefan Schluep den 40 anwesenden Stimmberechtigten. Damit fünf Landstücke um- oder eingezont werden können, will die Gemeinde ein grosses Landstück von der Zone für öffentliche Bauten und Anlagen auszonen.

Gleichzeitig soll auch das Grundstück Grundbuch Nummer 109 teils von der Kernzone Erhaltung ausgezont werden. Das Gesetz schreibt bei einer Einzonung eine Mehrwertabschöpfung von 20 Prozent vor, aber auch eine Entschädigung bei einer Auszonung.

Vermutlich mehr Ertrag

Die teilweise Auszonung der Parzelle 109 soll mit einer Summe von 290'000 Franken entschädigt werden. Darin enthalten sind eine Rückerstattung für geleistete Perimeterbeiträge, ein Betrag für die Zahlung einer Mehrwertabschöpfung bei einer künftigen Einzonung sowie eine Entschädigungsbetrag. Damit ist klar, dass das Landstück mitten im Dorf nicht auf ewig Landwirtschaftszone bleiben muss. Weiter sei zu erwarten, dass die Erträge durch die Mehrwertabschöpfung bei den neu eingezonten Flächen die Entschädigung übertreffen werden.

Mit allen Involvierten Grundeigentümern wurden entsprechende Vereinbarungen unterzeichnet. Das eingezonte Land muss beispielsweise in den nächsten 15 Jahren überbaut werden. Abhängig ist das ganze Geschäft noch von einer definitiven Zusage des Kantons, das heisst von der Genehmigung der Ortsplanungsrevision, die bald aufgelegt werden soll.

Zumindest mündlich habe man ein positives Zeichen erhalten, so der Gemeindepräsident. Das Geschäft wurde einstimmig und ohne Diskussion genehmigt.