Lohn-Ammannsegg
Ausgeglichene Rechnung, unveränderter Steuerfuss

Das Budget der Gemeinde Lohn-Ammannsegg weist ein Defizit von rund 24'000 Franken aus. Der Steuerfuss bleibt bei 100 Prozent für natürliche und 84 Prozent für juristische Personen.

Hans Peter Schläfli
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Blick auf Lohn-Ammannsegg. (Archiv)

Blick auf Lohn-Ammannsegg. (Archiv)

Christof Ramser

Gemeindepräsident Markus Sieber durfte am vergangenen Montag 45 stimmberechtigte Einwohner zur Gemeindeversammlung Lohn-Ammannsegg begrüssen. Das zentrale Thema war das Budget 2019, das mit einem minimalen Defizit von rund 24'000 Franken fast ausgeglichen ausfällt. Der Steuerfuss bleibt bei 100 Prozent für natürliche und 84 Prozent für juristische Personen.

Als erstes Traktandum wurden die Ausgaben der Investitionsrechnung besprochen, die 100'000 Franken übersteigen. «Die Sanierung der Schmutzwasserleitung der Flurstrasse wurde bereits 2015 genehmigt», begann Gemeindepräsident Markus Sieber (parteilos) die Erläuterungen. «Die Frischwasserleitung ist zum Glück in bestem Zustand. Aber wenn wir schon bauen, dann macht es auch Sinn, gleich noch die Beleuchtung und die südlichen Randabschlüsse zu sanieren und den letzten Abschnitt des Deckbelags fertigzustellen», sagte Sieber. Der dafür nötige Kredit von 121'000 Franken wurde einstimmig genehmigt.

«In der Lehnmattstrasse sind in letzter Zeit die Leitungsbrüche fast serienweise passiert», leitete der Gemeindepräsident zum zweiten Kredit über. «Auf einer Länge von 400 Metern muss diese Wasserleitung dringend ersetzt werden.»

Die Kosten sind im Budget mit 625'000 Franken vorgesehen. Sieber bot den Hausbesitzern an, im gleichen Zug die alten Hausanschlüsse zu sanieren – was aber auf eigene Rechnung erfolgen müsste. Auch hier mache es Sinn, die Beleuchtungskabel zu ersetzen und den Deckbelag zu erneuern, was mit 165'000 Franken veranlagt wird. Auch diese Verpflichtungskredite wurden einstimmig genehmigt.

Das Budget ist im Lot

Als zweites Traktandum erläuterte der Gemeindepräsident das Budget 2019, das bei Einnahmen und Ausgaben von 13,1 Millionen Franken ein Defizit von rund 24'000 Franken vorsieht. «Dieser kleine Betrag liegt im Bereich des Rauschens und muss uns nicht beunruhigen», sagte Markus Sieber. Die grössten Blöcke sind die Löhne mit rund 4 Millionen und mit rund 6 Millionen Franken die «eingekauften Leistungen», wie zum Beispiel beim Zivilschutz, die die Gemeinde nicht selber erbringen kann.

Unter den Veränderungen gegenüber den Vorjahr hob Sieber den um 254'000 Franken höheren Steuerertrag hervor, dem Mehrausgaben beim Finanzausgleich von 147'500 Franken gegenüberstehen. Er betonte: «Das ist nur der Unterschied. Insgesamt zahlen wir mehr als eine Million Franken pro Jahr in den Finanzausgleich.» Den mit 154'000 Franken grössten Zuwachs gibt es bei den Ausgaben für die Soziale Sicherheit. «Nach mehreren rückläufigen Jahren sind die Kosten für Ergänzungsleistungen der AHV und die Sozialhilfe wieder gestiegen», erklärte der Gemeindepräsident.

Die Gesamtsumme der Investitonen betrage 1'900'000 Franken. «Die bereits genehmigte Sanierung der Fenster des Schulhauses musste verschoben werden, sie wird im kommenden Sommer ausgeführt und erscheint deshalb erneut bei den Investitionen.» Markus Sieber fasste zusammen: «Es ist ein Budget, dass uns keine Kopfschmerzen bereiten muss. Es wurde vernünftig eingegeben. Nur was nötig ist, wird gemacht.» Die Gemeindeversammlung genehmigte das Budget 2019 einstimmig.

Vorsichtig optimistisch

Aus den Reihen der Einwohner kam die Frage, wann man eine Senkung des Steuerfusses erwarten dürfe. Der Gemeindepräsident wollte keine Jahreszahl nennen und hob die rekordverdächtige Zahl von bereits 23 Geburten im Dorf heraus. «Wir wachsen und stossen bei der Schule und im Werkhof an die Grenzen. Auch bei der Feuerwehr könnte das bald der Fall sein. Wir haben 90'000 Franken für eine Analyse unserer Infrastruktur bereitgestellt, damit wir besser planen können.» Das Ziel seinen stabile Verhältnisse über viele Jahre. Man müsse nun die Abstimmung über die Steuerreform abwarten. «Da könnten Steuerausfälle auf uns zukommen, für die dann die natürlichen Personen aufkommen müssen.»

Nach einer guten Stunde schloss der Gemeindepräsident Markus Sieber die harmonisch verlaufene Gemeindeversammlung mit einem Dank an den neuen Schulleiter Jürg Leuenberger, die Verwaltung, die Kommissionen, den Werkhof und die Feuerwehr für die gute Arbeit, die im Dorf geleistet wird.

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