Gerlafingen

Aus Eiern werden perlenbestickte Kostbarkeiten

Fast fertig mit den künstlerischen Vorbereitungen für den Gerlafinger Ostereiermarkt: Leondine Ryf (links) und Agnes Leautaud.

Fast fertig mit den künstlerischen Vorbereitungen für den Gerlafinger Ostereiermarkt: Leondine Ryf (links) und Agnes Leautaud.

Der traditionelle Ostereiermarkt in Gerlafingen mit 15 Ausstellerinnen und Ausstellern startet am Donnerstag.

Ostern naht und mit dem Fest der am nächsten Wochenende, vom 4. bis 6. März, durchgeführte 29. Ostereiermarkt. An der langlebigsten Veranstaltung dieser Art weit und breit bietet deren Organisatorin Irène Riedweg alljährlich immer wieder eine sorgsam zusammengestellte Ausstellung, die einen Querschnitt durch schweizerische und internationale Bräuche in österlichem Schmuck vermittelt.

Beteiligt sind langjährige treue Ausstellerinnen und immer wieder neue Kräfte, die interessante Impulse in das Ausstellungsgeschehen einbringen. Diesmal kommt eine Kunsthandwerkerin, die Objekte in Wachstechnik zeigt, sogar aus dem deutschen Lingenfeld.

Polnische Ritztechnik

Zu den vertrauten Gesichtern zählen Leondine Ryf und Agnes Leautaud, die als freundschaftlich verbundene Nachbarinnen aus Selzach den Ostereiermarkt seit vielen Jahren in seinem Angebot bereichern. In der Ausstellung kann man wie bei den anderen Kunsthandwerkerinnen und -handwerkern auch den beiden bei ihrer kreativen Arbeit zusehen. Leondine Ryf, die sich vor einem Jahrzehnt durch eine polnische Künstlerin in der dort üblichen Ritztechnik inspirieren liess, zaubert wunderbare Motive auf Hühner- und Enteneier.

Ihr Thema sind vor allem Hasen, die sie in allen Variationen und natürlich auch als den vom Nürnberger Künstler Dürer so typisch gezeichneten Hasen mit Naturimpressionen wie etwa lebensechten Schmetterlingen liebevoll und geschickt auf das Oval aufbringt. «Ich habe immer gestrickt und gehäkelt», bekennt Agnes Leautaud, die vor Jahren bereits an anderen, in der erweiterten Region bedeutenden Ostermärkten teilnahm.

Als Ausstellerin gehörte sie auch zum früher weitherum bekannten Selzacher Weihnachtsmarkt. Immer mehr hat sie inzwischen ihr feinfädiges Kunststricken perfektioniert, mit dem sie Eier so umkleidet, dass daraus wahre, mit Perlen besetzte Schmuckstücke werden. Als Betrachter kann man nur staunen über diese minuziöse Nadelarbeit. «Wer selber lismet, kann schon den Wert dieses Geduldsspiels ermessen», meint Agnes Leautaud bezüglich ihres Aufwands für ein Ei von rund 12 Stunden.

Beide Kunsthandwerkerinnen kennen das Publikum, das den Gerlafinger Ostereiermarkt besucht, seit Jahren. «Die grosse Mehrzahl weiss unser Schaffen zu schätzen», sprechen beide für ihre 13 Mit-Aussteller, die unterschiedlichste Werke an künstlerisch verzierten Eiern, an genähten oder bemalten Figuren, an Applikationen und Quilling auf ansprechend dekorierten Tischen vorstellen.

Mit seinen fantasievollen Blumengebinden verstärkt das örtliche Violaflor die festliche Atmosphäre. «Wir freuen uns auf die Ausstellung, das Gespräch mit Kunden und das stets angenehme Zusammensein mit unseren Kunsthandwerker-Kolleginnen und -Kollegen.»

Ausstellung im ref. Kirchgemeindehaus hinter der Gemeindeverwaltung. Freitag, 4. März, 18–21 Uhr; Samstag. 5. März, 10–18 Uhr; Sonntag, 6. März, 10–17 Uhr.

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