«Ich habe gleich gedacht, dass es nicht reicht.» Hans Peter Schläfli fuhr am Donnerstagnachmittag gleich hinter dem Sattelschlepper in die Nord-Südstrasse ein. Der Luterbacher war auf dem Heimweg und erlebte zusammen mit seiner Familie aus nächster Nähe, wie die Glasscheiben an der Brücke hängen blieben. 

«Der Chauffeur war im Schritttempo unterwegs und hat es wohl geahnt, dass es bei der zweiten Brücke nicht reicht», so Schläfli. Bei der ersten sei er noch ganz knapp durchgekommen. 

«Es gab einen massiven Schlag und eine Wolke aus grünlichem Glasstaub kam unter der Brücke hervor», sagt er. Die Glasscheiben seien jedoch nicht zu Bruch gegangen. «Da muss ein teures und sehr gutes Sicherheitsglas gewesen sein», schliesst Schläfli. 

Der Chauffeur habe sofort rechts auf dem Trottoir angehalten und zum Telefon gegriffen. Er selbst sei weiter gefahren. «Niemand kam zu Schaden und der LKW-Chauffeur hat direkt reagiert», erklärt der Augenzeuge.

Der Sattelschlepper direkt nach der Kollision mit der Brückendecke. Der Chauffeur fährt rechts ran.

Beim Unfall wurde niemand verletzt. Allerdings fielen einige Glasscheiben auf einen vorbeifahrenden Lieferwagen. Die Bergung dauerte bis zirka 19 Uhr.

Nachdem der Lastwagen in die Brücke gefahren ist, müssen die Glasplatten geborgen werden

Die 4,24 Meter hohe Brücke war nicht signalisiert. Laut Strassengesetz muss sie das aber auch nicht bei über 4 Metern. Der Chauffeur hatte die Höhe einfach falsch eingeschätzt – oder seine Überhöhe zu spät realisiert. (ldu)

Anwohner Urs Marti hat bei der Bergung zugesehen: «Sie wussten nicht was machen»