Altreu

Auflösung 1. April-Scherz: Weder Parkhaus noch Campingplatz in Planung

Der Charme der Beiz soll beibehalten werden. Demnach solle sie auch weiterhin ein Geheimtipp bleiben, ein Treffpunkt für das Dorf und für die Touristen.

Der Charme der Beiz soll beibehalten werden. Demnach solle sie auch weiterhin ein Geheimtipp bleiben, ein Treffpunkt für das Dorf und für die Touristen.

Rentner Beat Bürgin hat sich gemeinsam mit dieser Zeitung einen Scherz gegenüber den Leserinnen und Lesern erlaubt.

Es ist kein Parkhaus geplant. Genauso wenig wird ein zweiter Camping-Platz Altreu bereichern. Darüber wurde in der Freitags-Ausgabe dieser Zeitung berichtet, doch war es ein Erst-April-Scherz. So stimmt freilich auch nicht, dass geplant ist, auf dem Gelände den Strickler-Raubtierpark anzusiedeln; denn diese und weitere verrückte Ideen konnte man den Plakaten beim heutigen Apéro in der Fischerstube entnehmen.

Doch etwas im Artikel entspricht der Wahrheit: Beat Bürgin aus Selzach hat die Fischerstube tatsächlich erworben. Die Idee für einen möglichen April-Scherz kam ihm, weil er Gerüchten zufolge hörte, was alles mit dem Restaurant geplant sei. So gab es Stimmen, die vermuteten, dass es abgerissen würde. «Dies entspricht nicht den Tatsachen», klärt der schmunzelnde Spass-Initiant auf.

Doch dann wird er ernst. Für ihn sei wichtig, den Charme der Beiz zu erhalten. Demnach solle sie auch weiterhin ein Geheimtipp bleiben, ein Treffpunkt für das Dorf und für die Touristen. Es wird keine kommerziellen Experimente geben. Dennoch würde es zu gewissen Veränderungen kommen, da Sanierungen am und im Wirtshaus sowie beim Kegelbahngebäude nötig geworden sind.

Wann genau diese beginnen und wie das Endresultat aussehen wird, weiss Bürgin noch nicht; die Renovationsarbeiten befinden sich noch in der Planungsphase, werden jedoch in naher Zukunft angepackt, so Bürgin. Die Überlegung, das Restaurant zu übernehmen, kam ihm spontan. «Aus dem Dorf wurde mir zugetragen, dass das Restaurant zu einem Spekulationsobjekt werden könnte. Man sagte mir, dass ich doch der richtige Mann sei, um dies zu verhindern, und dass ich damit mein ‹langweiliges Rentnerleben› etwas interessanter gestalten könne.»

Diese Worte gingen dem ehemaligen Grenchner Bezirksschullehrer nicht mehr aus dem Kopf und so entschied er sich schliesslich für die Übernahme.

Wirtwechsel in drei Jahren

Die bisherige Wirtin und Pächterin Myrtha Steiner, die seit 28 Jahren das Fischerstübli führt, wird dies noch etwa drei Jahre tun, ehe sie in Pension geht. Bürgin plant nicht, selber zu wirten und wird zu gegebener Zeit nach Jemandem suchen, der diese Aufgabe übernehmen kann.

Angeregt für den Aprilscherz wurde Bürgin ausserdem durch ein Modell, das er im Tenn der Fischerstube fand und das Altreu tatsächlich mit einem Campingplatz neben der Fischerstube zeigt. Auch dieses wurde beim Apéro präsentiert.

«Es stammt von den Vorgängern von Myrtha Steiner», klärt Bürgin auf, der für den Scherz auch im Anzeiger ein Inserat aufgab und auf dem Gelände ein Bauplanschild installierte. «Ich datiere das Modell auf die Sechzigerjahre. Mehr konnte ich nicht wirklich in Erfahrung bringen.» Die Vermutung liege nahe, dass die langjährige Besitzerfamilie einen solchen Campingplatz in Erwägung gezogen, doch keine Bewilligung erhalten habe.

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