Staatsanwaltschaft
Auf Schwiegersohn geschossen: Gerlafinger wird wegen Mordes angeklagt

Im Zusammenhang mit der tödlich verlaufenen Auseinandersetzung zwischen zwei Männern vom 20. Februar 2017 in Gerlafingen erhebt die Staatsanwaltschaft Anklage. Der 56-Jährige wird sich insbesondere wegen Mordes vor Gericht zu verantworten haben.

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Die Polizei war mit einem Grossaufgebot an der Bahnhofstrasse vor Ort. (Archiv)

Die Polizei war mit einem Grossaufgebot an der Bahnhofstrasse vor Ort. (Archiv)

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Am Vormittag des 20. Februar 2017 hat ein heute 56-jähriger Schweizer in einem Wohnhaus in Gerlafingen auf seinen Schwiegersohn geschossen und diesen dabei so schwer verletzt, dass er in der Nacht auf den 21. Februar 2017 im Spital verstarb.

Ursache des Dramas war ein Familienstreit, wie Jan Lindenpütz, Mediensprecher der Staatsanwaltschaft, Informationen dieser Zeitung bestätigt. Wie bereits nach der Tat durchgesickert war, soll der Schwiegersohn seine Frau bedroht und geschlagen haben. Darauf sei der Vater der Frau bewaffnet zum Haus des Paares gefahren. Nach der Tat konnte der 56-Jährige gleichentags von der Polizei festgenommen werden.

Täter geständig, bestreitet aber den Tatverlauf

Nach Abschluss ihrer Strafuntersuchung erhebt die Staatsanwaltschaft Solothurn nun Anklage wegen Mordes, Gefährdung des Lebens und Verstosses gegen das Waffengesetz, wie sie mitteilt. Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, im Rahmen einer zunächst verbalen Auseinandersetzung das Opfer aus nächster Nähe angeschossen und tödlich verletzt zu haben.

Die Staatsanwaltschaft geht weiter davon aus, dass der Beschuldigte während der Schussabgabe das Leben einer weiteren Person unmittelbar gefährdete, da diese von den Schüssen hätte getroffen werden können. Konkret handelt es sich dabei um die vor Ort anwesende eigene Tochter.

Der Beschuldigte ist geständig, die Schüsse abgegeben zu haben, bestreitet aber den Tatablauf. Er befindet sich im vorzeitigen Strafvollzug. (mgt/szr)