Theaterstück
Auf der Bühne erhitzt ein WC-Häuschen die Gemüter

Die Theatergruppe ist spielbereit für morgen Abend. In Feldbrunnen-St. Niklaus führt sie ein Lustspiel auf, in welchem das Streitobjekt ein WC-Häuschen ist.

Agnes Portmann-Leupi
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Die Theatergruppe mit ihrem Regisseur Markus Schmid (vorne rechts).

Die Theatergruppe mit ihrem Regisseur Markus Schmid (vorne rechts).

Agnes Portmann-Leupi

Gemütlich und einladend zeigt sich der Platz vor dem «Gasthof zum wilden Ochsen» und dem Bauernhof Gerber im Berner Seeland. Doch die Idylle täuscht. Für einmal erhitzen keine Intrigen und Verwechslungen die Gemüter, sondern das kleine, uralte WC-Häuschen, welches an der Grenze zum Gasthof steht.

Walter Moser, Wirt und Gemeindepräsident, ärgert sich über den Schandfleck, der ihm manchmal sogar die Gäste vertreibt. Bauer Fritz Gerber jedoch besteht darauf, das Häuschen in Betrieb zu lassen.

Nur so kann er nämlich verhindern, dass die Autobahn direkt durch sein Grundstück gebaut wird. Als er das kleine Häuschen trotzdem für viel Geld dem Texaner Jonny Rosshopper als «seeländisches Brauchtum» verkauft, überstürzen sich die Ereignisse.

Zum Schmunzeln und Geniessen

«Es häärzigs Striitobjekt» heisst das Lustspiel in drei Akten von Ulla Kling, welches Regisseur Markus Schmid mit seiner motivierten Theatergruppe einstudiert hat. Da ist der polternde Wirt Walter Moser (Roger Schmid), der nicht nur den Nachbarn schikaniert, sondern auch seine Tochter.

Vreni (Thérèse Hofer) empfindet nämlich diesen Streit als «niederträchtige Niedertracht». Zumal auch ihre Liebe zum Nachbarsbauernsohn Hans (Patrick Lehmann) darunter leidet. Bauer Fritz Gerber (Felix Häusermann) steht über der Sache und scheint sich über Nachbars Angriffe eher zu amüsieren.

Ungewöhnliches Leben bringen die Feriengäste Erika und Otto Boll (Gaby Lehmann/Adrian Zbinden) in den Gasthof. Sie als Modedesignerin auf der Suche nach Inspiration, er als untertänigster Ehemann.

Für Wirbel sorgen Jonny Rosshopper (Peter Reinhardt), der Rösti und Spiegelei liebende und «Darling» suchende, verrückte Texaner mit seiner temperamentvollen Tochter Cindarella (Claudia Gubser). Gemeindearbeiter Erich Weber (Michael Zbinden) bewahrt den Überblick und die Nerven.

Zurücklehnen und Schmunzeln ist an den beiden Vorstellungen angesagt. Die Theatergruppe bietet einmal mehr kurzweilige, amüsante Unterhaltung. Kulinarisch verwöhnt werden die Gäste heuer von der Schützengesellschaft. Erstmals ist das Feldbrünneler Bier «No So Eis» zu geniessen.

Aufführungen in der Mehrzweckhalle Feldbrunnen-St. Niklaus: Fr. 1. und
Sa. 2. April, 20 Uhr. Türöffnung und
warme Küche um 18 Uhr.

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