Riedholz

Auf der Attisholz-Deponie wird ein Recyclingplatz eingerichtet

Die Inertstoffdeponie der Vigier in Attisholz erhält einen Recyclingplatz. Von den baulichen Veränderungen ist auch die bestehende Radwaschanlage (Mitte links) betroffen.

Die Inertstoffdeponie der Vigier in Attisholz erhält einen Recyclingplatz. Von den baulichen Veränderungen ist auch die bestehende Radwaschanlage (Mitte links) betroffen.

In Riedholz auf der Attisholz-Deponie will die Solothurnische Entsorgungsgesellschaft einen Recyclingplatz errichten. Auf dem Platz sollen einerseits Recyclingprodukte gelagert, andererseits mineralische Bauabfälle aufbereitet werden.

Der Recyclingplatz wird in der Baupublikation «Aufbereitungsplatz Attisholz» genannt. Der projektierte Platz dient der Lagerung von Recyclingprodukten und zur Aufbereitung von mineralischen Bauabfällen. Betreiberin ist die Solothurnische Entsorgungsgesellschaft AG, die zur Vigier Beton Mittelland AG gehört. Der Platz liegt im Eingangsbereich des Areals, in dem seit 1920 Kies abgebaut wurde und das in der Zwischenzeit als Inertstoffdeponie genutzt wird.

Ausgeschrieben sind zusätzliche Bauten wie die Ein- und Ausfahrt auf die Kantonsstrasse, eine Mauer, eine Radwaschanlage und ein Schiebetor. Bei der Radwaschanlage soll die bestehende Anlage vergrössert werden. «Damit künftig die Strasse durch Lastwagen weniger verschmutzt wird», berichtet Didier Kreienbühl, Leiter Personal und Kommunikation bei Vigier Holding AG.

30 000 Tonnen jährlich

Laut Bericht zur Baupublikation rechnet die Firma mit einem Materialumsatz von 30 000 Tonnen jährlich. Angenommen wird Mischabbruch, Beton, Asphalt und Sperrgut. Die Baustoffe werden mit mobilen Anlagen sortiert, aufbereitet und deponiert oder abgeführt. Am Ende der Verarbeitungskette stehen Recycling-Baustoffe aus Beton und Asphalt, Kunststoffe, die in Kebag in Zuchwil verbrannt werden, Holz, das als Schnitzel der Zementindustrie dienen soll, und Metall, welches externen Firmen oder der Almeta in Bellach zugeführt wird.

Ein besonderes Kapitel ist der Entwässerung gewidmet. «Ein Recyclingplatz braucht einen Anschluss an eine Abwasserreinigungsanlage (ARA)», berichtet Felix Hofer, Unternehmensleiter der Vigier Beton Mittelland AG. Aber man will noch zuwarten mit dem genauen Standort der Leitung. Dies habe mehrere Gründen, wie Felix Hofer ausführt. Einerseits baut die Gemeinde selber eine neue Abwasserleitung zur ARA in Zuchwil, um die Abwässer des neuen Dorfquartiers Attisholz Nord abzuleiten.

Zweitens wird in Flumenthal gerade eine Strasse der Aare entlang zur Kiesgrube gebaut und das Aareufer naturnah gestaltet. Drittens kommt ab 2017 die Erweiterung der Inertstoffdeponie. «Wir wissen noch nicht genau, wo wir den Recyclingplatz anhängen wollen.» Die Baubewilligung erfolge noch ohne Anschluss, sofern keine Einsprachen das Vorhaben verhindern. «Im Nachgang entscheiden wir, wo die Abwasserleitung durchgeführt wird», so der Unternehmensleiter.

«Die Abwässer sind harmlos und können auch biologisch gereinigt werden», erklärt Felix Hofer. Laut Bericht zu Baupublikation werden letzten Endes das verschmutzte Platzwasser, das Wasser der Radwaschanlage sowie das häusliche Abwasser zur ARA abgeleitet. Für Sauberwasser sind Versickerungsmulden definiert. Auf dem Recyclingplatz kann ein Teil des angelieferten Inertstoffs direkt verwertet und weiterverwendet. «Damit sparen wir Ressourcen, sei es Kies oder Deponieplatz.»

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