Buchegg
Auf der alten Schulanlage entstehen zwölf Wohnungen

Die Schulanlage Aetingen wird seit 2010 nicht mehr genutzt. Nun dürfen zwölf Wohneinheiten gebaut werden. Die Buchegger Bevölkerung hat die Möglichkeit sich über die Planung zu informieren und bis zum 6. Februar schriftlich dazu Stellung nehmen.

Rahel Meier
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Die Überbauung über die Schulanlage Aetingen muss auf das geschützte Ortsbild des Dorfes Rücksicht nehmen.

Die Überbauung über die Schulanlage Aetingen muss auf das geschützte Ortsbild des Dorfes Rücksicht nehmen.

Hanspeter Bärtschi

Im Sommer 2010 wurde die Schule im Bucheggberg auf drei Standorte zusammengezogen. Seither wird die Schulanlage in Aetingen nicht mehr genutzt. Im Hinblick auf eine Umnutzung wurde das Grundstück GB Aetingen Nr. 117 in die Spezialzone alte Schulanlagen umgezont. Weil das Grundstück am Rand des historischen Dorfkerns und in der Ortsbildschutzzone liegt, wurde zudem eine Gestaltungsplanpflicht auferlegt.

Die erste Grobplanung sah vor, die bestehenden Gebäude zu Wohnzwecken umzunutzen und zusätzlich drei neue Wohngebäude zu errichten. Im Jahr 2014 überprüfte der Gemeinderat Buchegg, der die Planung nach der Fusion von Aetingen mit neun weiteren Gemeinden übernommen hatte, ob das Areal höher ausgenützt werden könnte. Seit April 2016 ist klar, dass zwei weitere Wohneinheiten realisiert werden dürfen.

Konkret sollen letztlich zwölf Wohneinheiten gebaut werden: drei 21⁄2-Zimmer-Wohnungen; vier 31⁄2-Zimmer-Wohnungen, je eine 4-, 41⁄2- und 51⁄2-Zimmer-Wohnung und vier 61⁄2-Zimmer-Wohnungen. Damit finden sowohl junge Leute als auch Familien Wohnraum in der Gemeinde.

Die Parzelle GB Aetingen Nr. 117 ist mit dem alten Schulhaus, dem ehemaligen Kindergarten, dem Sport- und Spielplatz und der westlich angrenzenden Erschliessungsstrasse 6584 Quadratmeter gross. Im Norden, Westen und Süden grenzt das Grundstück an die Landwirtschaftszone; im Osten und Südosten an die Kernzone. Gegen Süden hin liegt zudem ein Hang.

Miete und Eigentum

Die neue Überbauung muss auf das geschützte Ortsbild des Dorfes Rücksicht nehmen und soll vermiet- und verkaufbare sowie zeitgemässe Wohnungen anbieten. Das ehemalige Schulhaus soll in seinem Charakter erhalten bleiben. Deshalb werden das Schulhaus mit dem Anbau und der Kindergarten in ihrer Bausubstanz und ihren Dimensionen äusserlich nur unwesentlich verändert. Auf der Nordwestseite soll ein Lifteinbau realisiert werden, zudem sind zusätzlich Lukarnen und Dachflächenfenster eingeplant.

Im Westbereich werden drei neue Bauten erstellt, dazu kommt ein Verkehrs- und Parkierungsbereich mit gedeckten Parkplätzen. Die neuen Gebäude werden analog dem Kindergartengebäude und dem Schulhausanbau mit einem Flachdach versehen, das begrünt werden soll. Sie sollen in einer Holzrahmenkonstruktion, Pfosten-Riegel-Konstruktion oder geschlossenen Fassade erstellt werden. Eines der neuen Gebäude wird in den Hang hineingebaut, die beiden anderen Bauten sind im flachen Bereich geplant. Die Raumaufteilung der Neubauten ist noch nicht festgelegt, damit die neuen Eigentümer grösstmöglichen Spielraum in der Ausgestaltung erhalten.

Die nicht bebauten Aussenräume sollen begrünt werden. Innerhalb des Grünbereiches ist zudem ein Spielplatz vorzusehen. Die beim Schulhaus bestehende Baumallee ist ebenso wie der Brunnen auf der Nordostseite des Schulhauses zu erhalten. Das Areal soll über eine auf der Südwestseite des Areals liegende Erschliessungsstrasse erschlossen werden, die in die Kantonsstrasse einmündet. Die Planung weist 26 Parkplätze aus.

Im Rahmen des Mitwirkungsverfahrens hat die Bevölkerung von Buchegg die Möglichkeit, sich über diese Planung zu informieren und sich dazu zu äussern. Bis Montag, 6. Februar, können alle Interessierten schriftlich zu dieser Planung Stellung nehmen.