«Kontiki»-Erweiterungsbau
Auf den Spatenstich folgte das Fest: Jetzt können die Bauarbeiten losgehen

Der Spatenstich für den Erweiterungsbau des «Kontiki» in Subingen wurde gleichzeitig mit dem alljährlichen Fest durchgeführt.

Rahel Meier
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Marsch zum Spatenstich für den Kontiki-Erweiterungsbau
23 Bilder
Die Bag Pipers spielen
Kontiki-Fest und Spatenstich für den Erweiterungsbau
Architekt Benedikt Graf spricht zu den Anwesenden
Spatenstich und Fest Kontiki Subingen
Viele verfolgen den Akt
Mit dem Bagger geht es doch ein bisschen schneller vorwärts.
Ein Foto fürs Album: Die Mitglieder des Stiftungsrates (von links) Yvonne Gasser de Silvestri, André Grolimund, André Streit, Maja Freiburghaus, Jacqueline Heim, Marianne Meister, Hans Ruedi Ingold, Walter Stocker und Walter Wirth.
Die Bag Pipers spielen
Die Bag Pipers spielen
Kontiki-Fest
Kontiki-Fest
Kontiki-Fest
Den ganzen Tag lang gabs Musik
Den ganzen Tag lang gabs Musik
Kontiki-Fest und Spatenstich
Wer wollte, durfte mit einer dieser schweren Maschinen eine Rundfahrt machen.
Regierungsrat Roland Heim
Kontiki-Fest
Impressionen vom Festbetrieb
Impressionen vom Festbetrieb
Impressionen vom Festbetrieb

Marsch zum Spatenstich für den Kontiki-Erweiterungsbau

Oliver Menge

Mit lauten Jubel begrüssten die Bewohnerinnen und Bewohner den Bagger, der am Samstag zum Spatenstich für den Erweiterungsbau des «Kontiki» in Subingen auffuhr. Stiftungsratspräsident Hans Ruedi Ingold freute sich, dass auch viele andere den Weg ins «Kontiki» fanden und damit ihre Verbundenheit mit dem Wohnheim bewiesen. «Wir wollen mit dem Erweiterungsbau in erster Linie die Bedingungen für die Menschen verbessern, die bei uns in den Werkstätten arbeiten und so ihre Tage mit einer sinnvollen Arbeit ausfüllen.»

Mit dem Erweiterungsbau werde das «Kontiki» zudem definitiv zu einem KMU und zum fünftgrössten Arbeitgeber in der Gemeinde. «Wir haben in den letzten zehn Jahren Bauaufträge für 25 Mio. Franken in der Region verteilt», so Ingold. Pro Jahr kaufe das «Kontiki» für 280'000 Franken Lebensmittel in der Region ein und brauche 50'000 Franken für Wasser, Abwasser und Strom.

Stiftung ist auf Spenden angewiesen

«Obwohl wir ein mittelgrosses Unternehmen sind, sind wir auf Unterstützung und Spenden angewiesen. Wir bekommen keine öffentlichen Mittel.» Ingold nützte den Spatenstich, um sich bei all denen zu bedanken, die die Institution unterstützen. Speziell hob er unter anderem Regierungsrat Roland Heim hervor, der als Präsident des Patronatskomitees vor allem für die Sammlung der Spenden für den Erweiterungsbau verantwortlich ist. Der Spendenstand steht in der Zwischenzeit auf stolzen 3,339 Mio. Franken.

Zuhause auf Lebenszeit

Das Wohnheim Kontiki bietet 54 Menschen mit geistigen und körperlichen Behinderungen ein Zuhause auf Lebenszeit. 16 Plätze sind für Bewohner im Seniorenalter reserviert. In der Tagesstätte können heute 52 Arbeitsplätze angeboten werden. Das «Kontiki» beschäftigt 72 Mitarbeitende. (rm)

«Für uns Architekten ist das Bauvorhaben eine ehrenvolle Aufgabe, aber auch eine Herausforderung», erklärte Benedikt Graf (Graf Stampfli Jenni Architekten AG Solothurn). Die Atelierräume in der neuen Tagesstätte würden sich bewusst von den Wohnräumen unterschieden, um Abwechslung in den Tagesablauf zu bringen. Trotzdem bilde das neue zweigeschossige Gebäude ein Ensemble mit dem bestehenden Wohnheim. Graf wünschte allen «eine spannende Bauzeit», besonders den Bewohnern des «Kontiki», die vom «Logenplatz» aus, der Wohngruppe im ersten Obergeschoss, täglich den Baufortschritt beobachten können.

Bis Ende 2020 soll der Erweiterungsbau fertiggestellt werden. Gleichzeitig mit dem Spatenstich wurde das alljährliche «Kontiki»-Fest durchgeführt. Es stand unter dem Motto «Openair» und so durften die Besucher des Festes sechs Konzerte geniessen. Vor dem ersten Konzert begrüsste Heimleiter Oscar Schmid. Er ging auf das Symbol ein, das die Einladung für das Fest zierte: Halb Gitarre, halb Schaufel. «Mit dem einen Instrument wird Materie bewegt, mit dem anderen die Seele.» So sei auch das «Kontiki» stets bestrebt, Kopf, Herz und Hand zu verbinden, meinte Schmid.