Luterbach
Auf dem gesamten Schaffner-Areal soll es mehr Gewerbe statt Industrie geben

Die Ausscheidung einer Arbeitszone rund um die Firma Schaffner in Luterbach soll überprüft werden.

Rahel Meier
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Abbrucharbeiten in Luterbach
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Die Produktionshalle wird abgerissen, um einem neuen Gebäude Platz zu machen

Abbrucharbeiten in Luterbach

Hanspeter Bärtschi

An der Nordstrasse in Luterbach wird weiter fleissig gebaut. Seit einigen Wochen ist die ehemalige Fabrikationshalle der Schaffner eingepackt und wird abgerissen. An deren Stelle soll das neue Hauptgebäude von Schaffner erstellt werden, in dem die Firma alle Bereiche, die sie noch in Luterbach unterhält, räumlich konzentriert. Schaffner baut aber nicht selber. Grund und Boden gehören der Bürgergemeinde Luterbach, die Gebäude hat die Espace Real Estate AG übernommen. Lars Egger, deren neuer Vorsitzender der Geschäftsleitung, stellte aus diesem Grund die Pläne der Firma im Gemeinderat vor.

Espace Real Estate AG hat für das gesamte Schaffner-Areal eine Vision entwickelt. «Campus Schaffner» heisst diese. Längerfristig sollen drei weitere Gebäude abgerissen und durch Neubauten ersetzt werden. Das Gebäude an der Nordstrasse 7 ist laut Egger ab Mitte Jahr komplett vermietet. Neben der Kindertagesstätte mietet sich neu auch die Brockenstube der Heilsarmee ein. Das heutige Hauptgebäude der Schaffner soll nach dem Auszug ebenfalls neu genutzt werden. «Wir bekommen immer wieder Anfragen, konnten diese aber bisher nicht befriedigen», so Egger. Denkbar wäre, so Egger weiter, auch eine Nutzung als Appartementhotel. Ebenfalls längerfristig dürfte der heutige Parkplatz überbaut werden. Dann muss eine Ersatzlösung mit einem Parkhaus erstellt werden. Wegen der Grundwassersituation ist eine Unterkellerung an diesem Ort nicht möglich.

Problematisch ist für die Espace Real Estate AG die Verkehrssituation auf der Nordstrasse. «Auf der Strasse wird häufig schnell gefahren. Sie ist gefährlich.» Nicht zufrieden ist Espace Real Estate auch mit dem öffentlichen Verkehr. Im Jahr 2020 würden die Busverbindungen komplett überarbeitet. Man hofft, dass die Nordstrasse dann angebunden wird. «Bis dorthin sind wir durchaus dazu bereit, Lösungen zu unseren Gunsten mitzufinanzieren.»

Der Gemeinderat hat die Ausführungen von Lars Egger durchaus wohlwollend aufgenommen. Ein Antrag der Planungskommission (PUK), aus der bisherigen Industriezone neu eine Arbeitszone zu machen, wurde einstimmig gutgeheissen. Dies soll mit der anstehenden Ortsplanungsrevision angepackt werden. Damit wäre Espace freier, wenn es um Zwischennutzungen in den Gebäuden geht und auch die PUK könnte besser entscheiden, wie deren Präsident Jürg Nussbaum im Gemeinderat erklärte.

Keine Tageskarten mehr?

Der Gemeinderat Luterbach hat ein Schreiben der Bürgergemeinde zur Kenntnis genommen, mit dem diese ankündigt, dass sie ab März 2019 keine Tageskarten der SBB mehr anbieten will. Im Gemeinderat wurde dieser Entscheid bedauert. Die Einwohnergemeinde hat die Tageskarten vor drei Jahren ebenfalls abgeschafft. Es wurde deshalb angeregt, die Statistik anzusehen. Wie viele Leute nützen die Tageskarten? Sind es vor allem Leute, die kein Halbtax haben? Allenfalls sollte man sich überlegen, das Angebot vonseiten der Einwohnergemeinde weiterzuführen.

Der Gemeinderat hat einstimmig entschieden, dass für das Schuljahr 2018/19 73 Lektionen für die spezielle Förderung und 15 Lektionen Logopädie zur Unterstützung der schwächeren Schüler eingesetzt werden dürfen. Der Bedarf an Unterstützung, sei im Bereich Logopädie nach wie vor hoch, so Schulleiterin Katrin Kurtogullari-Rentsch.

Luterbach muss Delegierte und Ersatzdelegierte in den neuen Zweckverband Bevölkerungs- und Zivilschutz Aare Süd melden. An der letzten Sitzung lagen keine Nominationen vor. Die Verwaltung wird deshalb die Delegierten im bisherigen Kreis anfragen, ob sie bereit sind, ihr Mandat weiterzuführen.