Wasseramt/Bucheggberg

Auch wenn ein ganzer Monat fehlte: Für einige Badis war es eine gute Saison

Zwar wurde auch das Freibad in Zuchwil wegen des Lockdowns später geöffnet. Man profitierte aber von den attraktiven Angeboten nach der Sanierung.

Zwar wurde auch das Freibad in Zuchwil wegen des Lockdowns später geöffnet. Man profitierte aber von den attraktiven Angeboten nach der Sanierung.

Trotz späterer Eröffnung und schlechtem Wetter halten sich die Schwimmbäder in den Bezirken Wasseramt und Bucheggberg gut.

Der Saisonstart war für die Badis in den Bezirken Wasseramt und Bucheggberg sicherlich nicht leicht. Eines ist klar: Zum Ende der Saison fehlt ein Monat an Einnahmen. Nichtsdestotrotz verbrachten viele die Sommerferien zu Hause. Hat dies gereicht, um den schweren Start wieder auszugleichen?
«Dieses Jahr ist mit keinem anderen zu vergleichen», so Ueli Aeberhard, Betriebsleiter des Schwimmbades Messen.

Währenddem bereits der Vorverkauf der Saisonabos schlecht lief, sei auch der Juni ins Wasser gefallen. Im Vergleich zum durchschnittlichen Jahr fehle etwa ein Drittel Eintritte. Das Schwimmbad sei temporär auf 800 Personen beschränkt gewesen, was man «knapp» einmal erreichte. «Bei gutem Wetter haben wir normalerweise 1200 bis 1500 Badegäste», so Aeberhard.

Allgemein sei auch das Wetter nicht gerade förderlich gewesen fürs Geschäft, ergänzt Stephan Jäggi, Betriebskommissionspräsident Schwimmbad Messen.

Stabile Schönwetterlage blieb aus

Diesen Sommer sei eine lange Schönwetterperiode ausgefallen. «Ende August war ganz schlecht», so Jäggi. Bis zur Schliessung am 13. September erwarte er keinen grossen Ansturm mehr. Das Personal habe durch das Schutzkonzept enormen Aufwand gehabt. «Ausgehend von den fehlenden Eintritten, kann man von einem Drittel finanzieller Einbussen ausgehen», berichtet Jäggi. Diese Annahme sei jedoch mit Vorsicht zu geniessen. «Die genauen Zahlen haben wir noch nicht», gibt er zu bedenken.

Ebenfalls von etwa einem Drittel fehlender Einnahmen spricht Rolf Hager, Präsident des Vorstandes Zweckverband Schwimmbad Eichholz. Gezählt wurden ungefähr 43'000 Eintritte. «Ein Drittel weniger als sonst im Schnitt», so Hager. Der erste Monat fehle schlichtweg. Trotz den Umständen sei jedoch finanzielle Hilfe ausgeblieben. «Der Kanton hat uns zuerst Kurzarbeit versprochen», sagt Hager. Da das Schwimmbad jedoch den Gemeinden gehöre, musste der Betrieb auf eigenen Beinen stehen. Trotzdem spricht Hager von einer normalen Saison. «Wir sind mit einem blauen Auge davongekommen.»

Von einem «nicht extrem lukrativen» Sommer spricht Rolf Nützi, Betreiber des Strandbad Burgäschisee. Trotzdem wolle er nicht «jammern», so Nützi. Glücklicherweise konnte er den Kiosk öffnen, während das Strandbad im ersten Monat geschlossen blieb. «Viele Leute gingen am Burgäschisee entlang spazieren», berichtet Nützi. So habe sich auch sein Take-away-Angebot im Kiosk erfolgreich gezeigt. Wie jedes Jahr sei die Anzahl Badegäste eher vom Wetter abhängig. «An heissen Tagen ist unser Strandbad sehr beliebt», sagt Nützi. Anders als bei anderen Schwimmbädern lässt er die Saison gerne ausklingen. «Bei gutem Wetter öffne ich auch mal an einem schönen Oktoberwochenende», erklärt Nützi.

Kleines Schwimmbad wurde gezielt aufgesucht

Profitiert vom Coronasommer hat das Schwimmbad Mühledorf. «Auch wenn der erste Monat fehlt, ist die Saison gut gelaufen», berichtet Silvia Lehmann, Co-Präsidentin des Badibeizli Vereins. Genaue Zahlen habe sie leider noch keine. Natürlich hätten sicher ein paar Saisonabos gefehlt. Aufgefallen sei jedoch, dass dieses Jahr einige Badegäste von «ausserorts» ihren Weg nach Mühledorf fanden. «Die Leute haben uns als kleineres Schwimmbad bewusst ausgesucht». Wahrscheinlich, um grössere Menschenansammlungen zu meiden, vermutet Lehmann. Dennoch sei die beschränkte Besucheranzahl nie übertroffen worden.

Von einer «guten» Saison spricht Urs Jäggi, Direktor des Sportzentrum Zuchwil. Diese endete im Freibad Zuchwil bereits letzten Freitag. «Unsere Zahlen liegen ungefähr 15 Prozent unter dem langjährigen Durchschnitt», berichtet er. Dies, obwohl der Betrieb im Vergleich zu den normalen Öffnungszeiten vier bis fünf Wochen verloren habe.

Betrachte man die speziellen Bedingungen, schliesse er auf eine überdurchschnittliche Saison mit «recht guten» Eintrittszahlen. «Wir haben sicher vom neu sanierten Schwimmbad mit attraktiver Rutschbahn profitiert». Im Gegensatz dazu gibt er zu bedenken, dass der Betrieb durch das Schutzkonzept einen umso grösseren Mehraufwand trage. Im Unterschied zu anderen Schwimmbädern hätten die beschränkten Besucherzahlen jedoch in Zuchwil keinen Einfluss gezeigt.

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