Am Mittwoch ist der letzte Abstimmungstag der petitio-Eingabe für die Sanierung der Finnenbahn in Feldbrunnen. Die Finnenbahn wurde vor 20 Jahren von der Gemeinde Riedholz auf Gemeindegebiet Feldbrunnen erstellt. Das Ablaufdatum ist längst erreicht. Heute ist die Finnenbahn nicht mehr benutzbar, weil sie seit mehreren Jahren nicht mehr unterhalten wird.

Willi Lindner, Ex-Gemeindepräsident von Riedholz und damals Mitinitiator der Finnenbahn, setzt sich auf der Plattform petitio.ch für die Sanierung ein. Seine Idee eines Abtausches von Gemeindegebiet, um die Verantwortlichkeit für die Finnenbahn zu klären, ist eine politische Vision, die kaum auf Gegenliebe stossen wird. Für einen Brief an die Behörden reichen die bis Dienstagabend 66 zustimmenden Personen nicht aus. Nötig sind 100.

Die Sanierung der Finnenbahn könnte aber dennoch, auch wenn die nötige Stimmenzahl auf petitio.ch nicht erreicht wird, zu einer Erfolgsgeschichte werden. Noch jemand setzt sich für eine Sanierung ein. Ein Projektteam der Sekundarklasse 3E der Gemeinsamen Schule Unterleberberg in Hubersdorf verfolgt das gleiche Ziel in einer Abschlussarbeit.

Initiative Schüler

«Mein Kollege Joel Binz kam mit der Idee, die Finnenbahn zu sanieren, zu mir. Es sollte unsere Abschlussarbeit im Fach Projektarbeit werden», erklärt Marco Feier, Schüler der 3E. Sie hätten dann schnell gemerkt, dass sie dieses Projekt nicht alleine stemmen können und haben deshalb Mitschüler rekrutiert. Dazu brauchte es eine Spezialbewilligung der Lehrerschaft, denn eigentlich sollte die Abschlussarbeit zu zweit erledigt werden. «Dieses Projekt hat mehrere Teilprojekte wie Sanierung oder Nachhaltigkeit, und es verbindet idealerweise Sport und Natur.» Marco Feier und seine Kollegen könnten die Finnenbahn auch gleich selber nutzen, denn diese liegt in der Nähe des Sportplatzes Riedholz, auf dem sie alle als begeisterte Fussballer trainieren.

Sie bearbeiten das Projekt Sanierung Finnenbahn bereits in der Abschlussarbeit für das Fach Projektarbeit: Vorne von links: Tobias Wyss, Fabio Bruni, Marco Bütikofer. Hinten von links: Joel Binz, Marco Feier, Nils Krapl, Kevin Kaufmann.

Sie bearbeiten das Projekt Sanierung Finnenbahn bereits in der Abschlussarbeit für das Fach Projektarbeit: Vorne von links: Tobias Wyss, Fabio Bruni, Marco Bütikofer. Hinten von links: Joel Binz, Marco Feier, Nils Krapl, Kevin Kaufmann.

Aber noch muss viel Arbeit geleistet werden. «Wir haben Kontakte geknüpft mit den beiden Einwohnergemeinden sowie mit der Waldbesitzerin, der Bürgergemeinde Solothurn.» Der Feldbrunner Gemeinderat unterstütze das Vorhaben, der Riedholzer Gemeinderat sei auch interessiert und für die Bürgergemeinde habe der Forstbetrieb schon mal Ja gesagt, Aber dort müsse das Projekt noch definitiv entschieden werden. Vor den Frühlingsferien will das Team das Geld für die Sanierung zusammenhaben. «Ziel ist es, im April oder Mai mit der Sanierung zu starten», sagt Marco Feier.

Noch eine petitio-Eingabe

Eine weitere neue Eingabe auf der Internetplattform petitio.ch kommt von Andreas Burki aus Obergerlafingen. Er fordert eine bessere Radwegverbindung zwischen Solothurn und dem Emmental. Konkret sei die Strecke Obergerlafingen – Koppigen (BE) für Radfahrende sehr gefährlich. «Es gibt Menschen, die auf dieser Strasse mit dem Auto oder Motorrad viel zu schnell unterwegs sind», schreibt Burki in der Eingabe. Bei Dunkelheit sei die Gefahr noch grösser.

Frauen und Männer aus Koppigen und umliegenden Dörfern arbeiten in Solothurn und deren Agglomeration, begründet er seiner Forderung. Viele dieser Unteremmentaler würden auch gerne in der Aarestadt Solothurn in den Ausgang gehen – mit dem Velo.

Die Route Solothurn – Biberist – Gerlafingen – Obergerlafingen – Koppigen – Alchenstorf – Wynigen – Lueg – Affoltern i.E. sei eine beliebte Radroute. «Es ist mir ein grosses Anliegen, dass Radfahrende diese Strecke in beiden Richtungen einigermassen sicher pedalen können.»

Zur Lösung schlägt er vor, die Sicherheit auf den erwähnten Verkehrsstrecken für Zweiradfahrer massiv zu verbessern, dies unter Beizug von Sachverständigen (Betroffene und erfahrene Experten). Verbessert werden soll die Sicherheit vor allem auf der Teilstrecke ab Hornusserplatz/Autobahnüberführung A1 bis Ortseingang Koppigen. Noch hat Andreas Burki
keine Unterstützung erfahren. Seine Eingabe läuft aber noch 24 Tage.