Rund ein Drittel aller Stimmberechtigten, nämlich 37 Personen, haben an der Gemeindeversammlung teilgenommen. Damit erreicht die Gemeinde Hüniken immer wieder Spitzenwerte, was die Präsenz angeht. Diese Präsenz schlug sich aber auch in der Rechnung 2018 nieder, wie Finanzverwalter Peter Felder erklärte. In Hüniken ist es nämlich Brauch, dass es nach der Gemeindeversammlung einen Imbiss gibt und auch ein Glas Wein gehört dazu. Dies nützen die Hünikerinnen und Hüniker gerne und so sitzen sie nach einer Versammlung meist noch länger zusammen. Aber: Das gemütliche Sitzen führte im letzten Jahr zu einem Mehraufwand von 1324 Franken, der nicht budgetiert war. Auch die Ausgaben für das alljährliche Grillfest fielen höher aus. «Es war ein wunderbarer Anlass», meinte Gemeindepräsident Jürg Schibler dazu. Und da die Rechnung 2018 insgesamt mit einem Ertragsüberschuss von fast 50 000 Franken schloss und viel mehr Konten einen Minderaufwand auswiesen als einen Mehraufwand, gab es keine Diskussionen. Das gute Ergebnis wurde laut Felder aber vor allem auch wegen des insgesamt guten Steuereinganges in allen Positionen erzielt.

Stark erhöht hat sich die Bilanzsumme der Gemeinde von 1,398 Mio. auf neu 2,155 Mio. Franken. Dies ist auf den Kauf der Liegenschaft Hauptstrasse 8 zurückzuführen. Das Eigenkapital erhöht sich auf neu 665 548 Franken. Investiert wurde für den Deckbelag Weierackerweg 4. Etappe und die Sanierung der Flurwege.
Die Rechnung wurde von den Anwesen einstimmig genehmigt. Ebenso der neue Zusammenarbeitsvertrag für die Sozialregion Wasseramt, die durch den Zusammenschluss der Sozialdienste Wasseramt Süd und Ost entsteht.

Erste Ideen für die Liegenschaft

Jürg Schibler orientierte unter dem Traktandum Verschiedenes über den Stand in Sachen «Hauptstrasse 8». Es sei ein Projektwettbewerb mit drei Architekturbüros durchgeführt worden. Vorgängig habe man die Pläne für die Liegenschaft digitalisiert. «Die Architekten haben sehr unterschiedliche Ideen eingebracht, die uns gefallen haben.» Ein Büro wurde nun damit beauftragt, die Ideen zusammenzufassen und ein Vorprojekt für den Umbau zu erarbeiten. Schon bald werde der Kreis der Arbeitsgruppe erweitert um die Bürgergemeinde und den Präsidenten der Baukommission. «Jede weitere Entscheidung wird wieder an der Gemeindeversammlung traktandiert», so Schibler deutlich.

Vizegemeindepräsident Roman Gerber informierte zudem kurz über die überarbeitete Gemeinde-Homepage. Und Gemeinderätin Kathrin Berger freute sich, dass die Hüniker Frauen am «Frauentag» wiederum gemeinsam auf Reisen waren. Auch dies einer der Anlässe, die die Dorfgemeinschaft fördern. Der Tag wird in der Zwischenzeit auch von den Männern für eine gemütliche Zusammenkunft genützt. Dabei entstehen durchaus nicht nur Schnapsideen, wie am Rande der Versammlung zu hören war: Schon bald dürfte nämlich das erste Hüniker Bier genussfertig sein. Wie es dereinst benannt wird und obs schon für das Grillfest reicht, oder man es erst an der nächsten Gemeindeversammlung geniessen kann, wird sich weisen. Sicher ist: Das Degustieren wird gemütlich.