Luterbach/Zuchwil

Auch die Eisenbahnbrücken müssen saniert werden

Bei Luterbach führen zwei Eisenbahnbrücken über die Emme.

Bei Luterbach führen zwei Eisenbahnbrücken über die Emme.

Die Schweizer Bundesbahnen haben ein Sanierungsprojekt aufgelegt. Es geht um die beiden nebeneinander liegende Eisenbahnbrücken zwischen Luterbach und Zuchwil.

Der Kanton ersetzt zwischen Luterbach und Zuchwil die zwei nebeneinanderliegenden Strassenbrücken. Knapp 100 Meter südlich davon führen zwei nebeneinander liegende Eisenbahnbrücken im Emmenschachen über die Emme. Diese sollen ebenfalls saniert werden. Die Schweizer Bundesbahnen SBB haben ihre Pläne für die Sanierung der Eisenbahnbrücken auf der Linie Olten–Solothurn aufgelegt.

Die Stahlbrücken bei Luterbach stammen aus den Jahren 1929 und 1954, die Pfeiler und Widerlager wurden bereits 1874 gebaut. Letztere wurden bereits für einen Ausbau auf zwei Geleise erstellt. 1927 wurde die einspurige Stahlbrücke abgebrochen und ersetzt. 1953/54 erfolgte der Ausbau der Strecke auf Doppelspur. Beide Brücken sind 81,8 Meter lang und je 3,85 Meter breit. Mit dem Sanierungsprojekt sollen die beiden Brücken wieder für mindestens 50 Jahre halten und vor Hochwasserereignissen geschützt sein, schreiben die SBB in der Ausschreibung der Planauflage.

Rostschäden

Im Rahmen einer Kontrolle wurden an der älteren Brücke I Mängel an der Beschichtung und Korrosionsschäden festgestellt. Es zeigte sich, dass die Tragsicherheit und Dauerhaftigkeit der Brücke I nur mit Sanierungsmassnahmen gewährleistet werden kann. Darüber hinaus sind im Zuge des Hochwasserschutzprojektes Umbaumassnahmen zur Verbesserung des Abflusses an den beiden Brücken vorgesehen.

Problematisch ist der Gerüstbau an der Brücke. Die Montage erfolgt während Sperrpausen und die Einhausung muss die entstehenden Winddrücke und -söge aus dem Zugverkehr aufnehmen können. Ein Anheben und Absenken der Einhausung bei Hochwasser sei technisch kaum realisierbar. Ein Rückbau des Arbeitsgerüstes aus dem Gefahrenbereich des Hochwassers ist innerhalb der Reaktionszeit auch nicht möglich. Deshalb soll der Gerüstabstand so gering wie möglich sein, also bis rund 60 Zentimeter unter der Brücke.

Montiert wird das Gerüst erst nach Abschluss der Verbreiterungsmassnahmen an der Emme. Zudem soll flussaufwärts ein Schwemmgutabweiser am Gerüst montiert werden.

Laut SBB sollen erste Fahrleitungsarbeiten voraussichtlich im Mai 2019 starten. Ende 2020 sollen dann die Arbeiten beendet sein. Die Kosten für die Instandsetzung und die Hochwasserschutzmassnahmen an den Emmebrücken in Luterbach belaufen sich nach jetzigem Stand auf zirka 2,7 Millionen Franken. Die Arbeiten werden mehrheitlich tagsüber ausgeführt. Die Fahrleitungsarbeiten sowie der Gerüstarbeiten muss die SBB jedoch aus Sicherheitsgründen in der zugsärmeren Nachtzeit (Betriebsruhe) vornehmen. Über allfällig betriebliche Auswirkungen auf die Kundinnen und Kunden will die SBB rechtzeitig informieren.

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