Das Schulraumprojekt Rochade in Gerlafingen schreitet planmässig voran. Auf das neue Schuljahr 2017/18 können die Räume bezogen werden. Damit werden die Pavillons im Oberfeldpark und im Gländ nicht mehr benötigt. Der Gemeinderat hat beschlossen, die Container zu entsorgen respektive zu verkaufen.

Jene im Oberfeldpark waren 27 Jahre in Betrieb. Entsprechend abgenutzt ist ihr Zustand. «Falls sie jemand brauchen kann und abholt, vielleicht eine Bauunternehmung oder ein Landwirt, sind wir froh», sagt Gemeindepräsident Peter Jordi. Ansonsten seien für die Entsorgung im Rochade-Kredit 60 000 Franken enthalten.

Länger diskutiere der Gemeinderat über die drei Container im Gländ. Diese sind erst seit dem Sommer 2011 in Betrieb und kosteten 390 000 Franken. Man rechne mit einem sechsstelligen Wiederverkaufswert, so Jordi. Die SVP stellte den Antrag, die Container stattdessen als Asylwohnungen zu nutzen. Der Antrag wurde angenommen. Allerdings wurde entgegengehalten, dass dies nicht so einfach sei.

Die Elektroheizung darf nur bis im Sommer 2017 betrieben werden. Eine andere Heizung müsste eingebaut werden. Ebenso fehlten Nasszellen und eine Waschmaschine. Auch seien die Räume nicht unterteilt. Dies alles würde Kosten nach sich ziehen. Ein Knackpunkt sei ausserdem der fehlende Standort für Asylpavillons.

Die SP stellte deshalb den Antrag, neben der Nutzung als Asylwohnungen auch andere Verwendungen ins Auge zu fassen. Zum Beispiel für den Elternclub oder als Jugendraum. Der Antrag wurde angenommen. Die Bauverwaltung wird nun Abklärungen treffen.

Steuer auch für Therapiehund

Abgelehnt hat der Gemeinderat das Gesuch einer Gerlafinger Hundehalterin. Mit einem diplomierten Therapiehund geht sie auf Besuch ins Altersheim. Die Frau möchte, dass Therapiehunde von der Hundesteuer befreit werden.

Das Gesuch war bereits vergangenen Frühling auf den Tisch gekommen. Inzwischen wurde im Kantonsrat ein gleichlautender Vorstoss eingereicht. Dieser wurde jedoch deutlich abgelehnt. Einerseits, weil die Therapiebesuche nachgewiesen und kontrolliert werden müssten.

Zudem sei ein Therapiehund in der Regel nur wenige Stunden pro Woche im Einsatz. Dies im Unterschied zu einem Blindenhund. Deshalb sollten deren Halter nicht anders behandelt werden als solche von «normalen» Hunden. «Diese Begründung ist für den Gemeinderat nachvollziehbar», hält Jordi fest. Der Rat stützte sich auf den Referenzentscheid des Kantonsrats und lehnte das Gesuch ab. (crs)