«95 Prozent der Arbeiten am Schulhauserweiterungsbau sind ausgeschrieben oder bereits vergeben», erläuterte Baupräsident Urs Loosli, zugleich Leiter der Spezialkommission Schulhausbau, den Stand des Bauvorhabens. Gegossen seien bereits Bodenplatte und Bordüren des ebenerdigen Gebäudes. Gegenwärtig wird an der Infrastruktur für Erschliessung und Entsorgung gearbeitet.

Leider meldete das beauftragte Holzbauunternehmen drei Wochen Verzögerung, weil angeblich gewisse Lieferungen nicht rechtzeitig eingetroffen sind. Doch die Spezialkommission, zu der neben Loosli Stefan Zumbrunn, Frank Rindlisbacher, der Schulleiter und Gemeindeschreiberin Iris Kerschbaum zählen, hat bereits interveniert und auf die Einhaltung der Fristen gedrängt. Man sei aber überzeugt, dass der Bezug des Gebäudes in der ersten Sommerferienwoche 2018 nicht gefährdet sei.

Auch die Vorbereitungsarbeiten für den Innenausbau sind laut Ratsmitglied Rindlisbacher «gut auf Kurs». Der Gemeinderat diskutierte Planungen und Vorgehen zur Umgebungsgestaltung, die möglichst gleichzeitig mit dem Schulstart fertig sein sollte. Im Gesamtbudget von 5,8 Mio. sind die je nach Ausführung die dafür nötigen 160 000 bis 200 000 Franken enthalten.

Hügel statt Teich?

In Verlängerung des Schulgebäudes nach Norden sei ein Viertel der gesamten Umgebungsfläche, die aus Hart-und Spielplätzen sowie Grünflächen und Sportfeldern bestehen soll, laut Loosli noch nicht genau definiert. Erwünscht ist darin eingebettet einen zentralen Begegnungsplatz, der neben der Schule auch von der Öffentlichkeit genutzt werden kann. Links entlang vom Gebäude wird ein Fussweg dorthin führen. Verbessert wird der Parkplatz, doch der Velounterstand bleibt unverändert. 

Der Rat erwog, an Stelle des bestehenden Teiches einen für Kinder aller Altersstufen interessanten Hügel aufschütten zu lassen. Zu weiteren Gestaltungselementen wird ein mittels Submission zugezogener Garten- und Landschaftsbaubetrieb dem Gemeinderat zwei Varianten zur Entscheidung vorlegen. In den Vergabeanträgen, die den Innenausbau betrafen, vergab der Rat Gipserarbeiten, Verschiebewände und Lüftung.

«Wir warten ab»

Nur kurz widmete sich der Rat der geplanten Verlegung der SBB-Hochspannungsleitung, die nördlich der Recherswilerstrasse zwischen dem südlichen Ortsteil von Gerlafingen und dem nördlichen von Obergerlafingen liegen wird. Die Gemeindeversammlung vom 13. Dezember beschloss, dass diese Leitungen in den Boden zu verlegen sind. Mit einem Gutachten zur Resonanz-Problematik antwortete darauf die SBB. Eine Erdverlegung sei in diesem Abschnitt aus technischen Gründen nicht möglich. Das Bundesamt für Verkehr prüft allerdings weitere alternative Lösungen.

«Wir sind an den Beschluss der Gemeindeversammlung gebunden, und deshalb warten wir ab», unterstrich Gemeindepräsident Beat Muralt.