Lommiswil
Anwohner ohne Chance: Busschlaufe bis «Im Holz» kann realisiert werden

In Lommiswil soll eine Wendeschlaufe der Buslinie 2 durch die Geissfluestrasse führen. Dagegen wehrten sich Anwohner bis vors Bundesgericht. Dieses hat die Beschwerde nun abgewiesen.

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Die Anwohner der Geissfluestrasse lehnen den Bus im Quartier ab. Der Gang vors Bundesgericht blieb jedoch ohne Erfolg.

Die Anwohner der Geissfluestrasse lehnen den Bus im Quartier ab. Der Gang vors Bundesgericht blieb jedoch ohne Erfolg.

Rahel Meier

Der Busbetrieb Solothurn und Umgebung BSU will die Buslinie 2 bis zur Haltestelle Im Holz in Lommiswil führen. Dafür müsste für den Bus eine Wendeschlaufe über die Geisfluestrasse eingerichtet werden. Dagegen wehrten sich die Anwohner. Sie möchten weder Schleich- noch Linienverkehr in ihrem Quartier, machten sie klar und reichten Beschwerde ein.

Bei einem Augenschein kam das Bau- und Justizdepartement des Kantons zum Schluss: Auf der 4,5 Meter breiten Quartierstrasse ist kein Durchkommen für einen Bus. Zu jenem Zeitpunkt waren zahlreiche Autos parkiert.

Der Gemeinderat von Lommiswil legte sofort Rekurs ein. Die Fahrzeuge seien absichtlich auf der Strasse parkiert gewesen, gab er an.

Das Verwaltungsgericht beurteilte lediglich die Verkehrsmassnahme. Gemeinden hätten bei Buslinien ein Mitspracherecht, nicht aber Einwohner, so das Urteil.

Weil die Anwohner dieses Urteil weiterzogen, musste sich nun das Bundesgericht damit befassen. Und auch dieses hat gegen die Anwohner entschieden. Wie das «Regionaljournal Aargau-Solothurn» berichtet, wurde der Gemeinde recht gegeben sowie den Anwohnern die Verfahrenskosten aufgebrummt. Die Urteilsbegründung ist noch nicht veröffentlicht.

Wenn die Gemeinde bis im Dezember eine Bushaltestelle realisiert, könnte die Buslinie 2 bereits auf den neuen Fahrplanwechsel bis «Im Holz» fahren. (ldu)