Dabei ging es unter anderem zum weiteren Vorgehen beim Projekt Mühlegarten. Seit rund zwei Jahren möchten die Landwirtschaftliche Genossenschaft Kirschblüte und die Wohnbaugenossenschaft «am Bach» ein Grundstück in einer gemischten Gewerbezone mit Wohnen überbauen.

Laut Herbert Schluep (Gemeindepräsident) fand das Gespräch in einer guten Atmosphäre statt. Man habe erneut alle Fakten und Ansichten dargelegt. Weil nach wie vor ein Verfahren beim Regierungsrat hängig sei (wir berichteten), habe man aber nicht konkret diskutieren können. Schluep machte zudem klar, dass sich Lüsslingen-Nennigkofen mitten in der Ortsplanung befinde und zurzeit das räumliche Leitbild in der Vorprüfung bei den kantonalen Behörden liege. «Wir haben darum bereits einen neuen Gesprächstermin mit den Genossenschaften vereinbart», so Schluep.

Es war das erste persönliche Gespräch seit der «missbräuchlichen Einrichtung der Planungszone durch den Gemeinderat Lüsslingen-­Nennigkofen» im Frühling 2013, schreiben die Vertreter der Genossenschaften in einer gemeinsamen Pressemitteilung. Die beiden Genossenschaften nützten die Möglichkeit für das Gespräch gerne, da es «in unseren Augen nicht dienlich ist, zu vieles in die Öffentlichkeit zu tragen. Wir wollen ja weiterhin offen miteinander reden können.»

Nach wie vor verweigere der Gemeinderat den Genossenschaften aber eine zonenkonforme Überbauung. Obwohl das Verwaltungsgericht in seinem Urteil forderte, dass der Gestaltungsplan Mühlegarten angepackt werden müsse, passiere nichts. Daran habe auch der runde Tisch nichts geändert.

Die beiden Genossenschaften zielen zudem erneut deutlich auf den Bauverwalter der Gemeinde. Dieser habe den Gemeinderat bei der Einrichtung der missbräuchlichen Planungszone beraten und sei zurzeit mit seiner Firma dabei, das räumliche Leitbild und die damit verbundene Möglichkeit zur Änderung der Bauzonen unter grossem Zeitdruck voranzutreiben. (rm)