Zwei Monate sass A.W. von Weihnachten 2014 bis Februar 2015 in Untersuchungshaft. In dieser Zeit im Gefängnis Dielsdorf ZH hatte er eine inzwischen schweizweit berühmte Aufseherin: Angela Magdici, die den Vergewaltiger Hassan Kiko aus dem Gefängnis Limmattal in Dietikon ZH befreit hatte und mit ihm nach Italien getürmt war.

Die Flucht löste ein grosses Medienecho aus. In der Zwischenzeit wurden die beiden in Italien geschnappt.

Sie sei freundlich und umgänglich gewesen und habe die Wertschätzung bei den Häftlingen genossen, erzählt er gegenüber «TeleM1».

Dieser Zeitung gegenüber sagt A.W., dass Magdici ihm persönlich nie Avancen zu einer Flucht gemacht habe. «Dazu hatte ich wohl zu wenig Muskeln», scherzt der Ex-Pfarrer. 

A.W. stand am Mittwoch zusammen mit einer Frau erneut vor dem Bezirksgericht Bülach ZH. Die beiden sollen wegen Verbrechen gegen das Betäubungsmittelgesetz und Geldwäscherei verurteilt werden, wie die Staatsanwältin verlangte. Die beiden Verteidiger plädieren für weitgehende Freisprüche. Das Urteil wird am 11. Mai eröffnet. (crs/ldu)