Ursprünglich ein Anlass, der von der FDP Bucheggberg initiiert wurde, hat nun der Bucheggbergische Gewerbeverein die Organisation übernommen. Eingeladen sind künftige Lernende, das heisst in erster Linie die Achtklässler, und deren Eltern. Die Oberstufenschülerinnen und -schüler können sich vor Ort über diverse Lehrstellenangebote orientieren. Sie können auch ihre Bewerbungsschreiben mitnehmen und beurteilen lassen. Alle Jahre ein Thema ist «Knigge und das ideale Outfit» – zwei wichtige Voraussetzungen beim Vorstellungsgespräch.

Nicht neu erfinden

Die Lehrstellenbörse wird jedes Jahr sehr ähnlich organisiert. «Es macht keinen Sinn, das Rad neu zu erfinden», meint Ruedi Meister (Präsident Bucheggbergischer Gewerbeverein). Man sei aber sehr darauf bedacht, dass auch neue Berufsbilder ihren Platz in der Mehrzweckhalle finden. So sei heuer das Road Stop Café (Lohn-Ammanns-egg) mit dabei, das das Berufsfeld des Systemgastronomen vorstellt. «Viele Firmen, die vor Ort sind, kommen Jahr für Jahr wieder», so Meister. Vereinzelte Rückmeldungen zeigten auf, dass es durchaus aufgrund der Lehrstellenbörse später zu einem Lehrverhältnis komme.

Meister lobt zudem die Schulen. «Früher kamen die Lehrlinge mit teilweise unbrauchbaren Bewerbungsunterlagen. Heute ist das ganz anders. Da werden sie enorm unterstützt.» Tatsächlich gebe es nur noch wenige Schüler, die ihre Unterlagen an die Lehrstellenbörse mitnehmen, um sie bewerten zu lassen.

Der Gewerbeverein hat in den letzten Jahren etwas mehr in die Werbung für den Anlass investiert. Neu werden auch die Schülerinnen und Schüler aus den angrenzenden bernischen Gemeinden eingeladen. So wurden die Prospekte auch in den Schulen in Bätterkinden, Utzenstorf, Mülchi, Limpach und Arch verteilt. «So konnten wir in den letzten Jahren doch immer weit über 100 Jugendliche begrüssen.»

Lehrlinge fehlen

Auch im Bucheggberg werden mehr Lehrstellen angeboten, als Lehrlinge nachfragen. Der Gesamtüberblick sei schwierig, so Meister. Alles, was Arbeit mit Holz oder die Elektrobranche angehe, werde gut nachgefragt. Für alles, was die Metzgerei und ihre Nebenbetriebe betreffe, sei kaum mehr Nachwuchs zu finden. Auch das Baugewerbe habe es nicht immer einfach, qualifizierten Nachwuchs zu rekrutieren. Meister führt dies zu einem grossen Teil darauf zurück, dass zurzeit eher geburtenschwache Jahrgänge die Schule verlassen. Sicher würden heute auch mehr Jugendliche die gymnasiale Ausbildung absolvieren. Aber das sei nicht das Hauptproblem für den teilweise fehlenden Berufsnachwuchs. «Man konnte es erst gerade lesen und hören. Es werden wieder viel mehr Kinder eingeschult, und schon in ein paar Jahren wird sich die Situation verändert präsentieren.» (rm)

Lehrstellenbörse, Montag, 4. September, ab 18.30 Uhr, Mehrzweckhalle Lüterkofen. Die detaillierte Einladung findet man auf www.gewerbe-bucheggberg.ch