Der Bahnhof hat nur einen Ausgang südseitig Richtung Dorfzentrum, aber nicht in Richtung Norden zum Industrieareal. Ein weiterer Perronausgang befindet sich im Osten, der in die gemeindeeigene Unterführung mündet, aber bescheiden ausgebaut ist. Geplant war, dass die neue Allee auf dem Industrieareal bis zum Bahnhof geführt wird. «Jetzt hört sie im Nichts auf», so von Lerber in der Interpellation. Vor Jahren seien drei Varianten (kurze Verlängerung der Passage mit Rampe, lange Verlängerung auch unter der anschliessenden Strasse mit Rampe und Überquerung mittels Rampe) diskutiert worden, aber keine werde weiterverfolgt.

Weitere Abklärungen

Dem widerspricht der Regierungsrat. Die Anbindung an den Bahnhof wurde im Rahmen des Agglomerationsprogramms (AP) 3. Generation geprüft. Eine Machbarkeitsstudie beleuchtete die drei Varianten plus Variante Aufwertung bestehende Unterführung Ost. Der Kanton favorisierte die kostengünstige Variante Überführung (6,2 Mio. Franken), die Gemeinde die Variante Unterführung lang (10,8 Mio. Franken), «wobei keine Zahlungsbereitschaft von Luterbach zu erkennen war», so der Regierungsrat. Noch billiger wäre der Ausbau der Unterführung Ost, aber dort stellen sich die Probleme anschliessend mit der Überquerung der Kantonsstrasse, der Industriegeleise und der Veloroute.

Die Begleitgruppe sei zum Schluss gekommen, weitere Abklärungen zu treffen. Insbesondere geklärt werden müssten mit den SBB die Themen Behindertengleichstellung, Feinerschliessung und zu erwartende Nachfrage. Deshalb wurde das Projekt als B-Projekt im AP 3. Generation aufgenommen. Sollte das Projekt als A-Projekt ins AP 4. Generation aufgenommen werden, kann es ab 2023 realisiert werden. Das sind 3 bis 4 Jahre nach Aufnahme des Normalbetriebs von Biogen. Bei einer früheren Realisierung müsste auf Bundesmittel verzichtet werden, was der Regierungsrat ablehnt.

Verbesserung des Busangebots

Um dennoch eine gute öV-Erschliessung des Areals zu ermöglichen, soll das öV-Angebot mit dem Fahrplanwechsel 2020 verbessert werden. Der Regierungsrat erwähnt die Ausdehnung der Betriebszeit der Linie 9 Solothurn-Luterbach sowie die Schaffung einer neuen Buslinie Attisholz Süd-Gerlafingen (Tangentiallinie). Diese bringe Anschlüsse an die Regionalzüge in Luterbach und Gerlafingen. Mittelfristig soll die Buslinie 9 bis Riedholz weitergeführt werden, ebenso die Tangentiallinie. Der behindertengerechte Umbau des Bahnhofs mit der neuen Fussgängerquerung sei ein mittelfristiges Projekt und kann bis zum Start des Normalbetriebs von Biogen nicht realisiert werden, so der Regierungsrat.