Die Gemeinde Lüsslingen-Nennigkofen ist personell gut aufgestellt. Zu diesem Schluss kommt eine Organisations- und Strukturanalyse, die im Hinblick auf die Demission von Gemeindepräsident Herbert Schluep und fünf Jahre nach der Fusion in Auftrag gegeben wurde. Der Gemeinderat hat das Ergebnis an der letzten Sitzung zur Kenntnis genommen.
In die Analyse wurden die heutige Verwaltungsstruktur, der Aufgabenkatalog, der zu bewältigen ist, und die Pensen der drei Verwaltungsangestellten miteinbezogen.

Überprüft wurde weiter die Arbeitsbelastung für den Gemeindepräsidenten, den Vize-Gemeindepräsidenten und die Bauverwaltung. Der Schlussbericht attestiert der Gemeinde eine «gut strukturierte, schlanke und effiziente» Verwaltung. Die Führung der Gemeinde sowie der Personalkörper präsentieren sich laut Analyse in einem guten Zustand. Dies auch im Vergleich mit anderen Gemeinden, wie der Gemeinderat in einer Medienmitteilung schreibt.

Anzahl der Stellen reicht

Bei Normalbetrieb würden die zurzeit 180 Stellenprozent der Verwaltung ausreichen, um die anfallenden Aufgaben zu bewältigen. Dass eine erfahrene Sachbearbeiterin für die Einwohnerkontrolle, eine erfahrene Schulleiterin und ein Gemeindeangestellter eingestellt wurden, runde die Gesamtorganisation ab. Laut der Mediennmitteilung sind keine personalpolitischen Korrekturen nötig.

In der Analyse wurde aber festgestellt, dass die Entlöhnung für das Gemeindepräsidium im Vergleich mit anderen Gemeinden etwas unter dem Durchschnitt liegt. Eine Anpassung wird an der kommenden Gemeindeversammlung vorgelegt. Die Einführung eines neuen Datenmanagementsystems sei eine sinnvolle Massnahme zur Effizienzsteigerung im Verwaltungs- und Behördenbetrieb. Und im Bereich der Finanzverwaltung stehe mit der Einführung der neuen kantonalen Steuersoftware im Jahr 2020 ein System zur Verfügung, welches die Prozesse in der Verwaltung weiter vereinfache.

Gemeindepräsident gesucht

Nächsten Sommer steht ein Wechsel im Gemeinde- und im Vize-Gemeindepräsidium an. Damit werde die politische Führung der Gemeinde, aber auch die Verwaltung vor grosse Herausforderungen gestellt. Die Gemeinde werde dies aber ohne zusätzliche Ressourcen zu benötigen umsetzen können.

Mit der Analyse wurde auch ein Aufgabenbeschrieb erarbeitet, der bei der Suche nach Kandidatinnen und Kandidaten für das Gemeindepräsidium gute Dienste leisten wird. Die Funktion wird übrigens im nächsten «Azeiger» ausgeschrieben. Herbert Schluep will per 31. Juli demissionieren, die Einberufung zur Ersatzwahl erfolgt Ende Februar.