Kriegstetten
An der Bänklete gabs nicht nur ein Jubiläum zu feiern

In der Mehrzweckhalle Kriegstetten trafen sich am Samstag die Närrinnen und Narren. Auf dem Programm stand die traditionelle Bänklete.

Hans Blaser
Drucken
Teilen
Zunftmusig
39 Bilder
Tubist der Zunftmusig
Trompeter, Zunftmusig
Tambouren-Boys aus Biberist
Tambouren-Boys, Biberist
Seegrundwüehler, Biel
Seegrundwüehler, Biel
Seegrundwüehler, Biel
Schnäderpänsli, Wiedlisbach
Schnäderpänsli, Wiedlisbach
Schnäderpänsli, Wiedlisbach
Schnäderpänsli, Wiedlisbach
Sänklochtoucher
Publikum an der Bänklete
Schlagzeuger, Zunftmusig
Publikum an der Bänklete4
Publikum an der Bänklete3
Publikum an der Bänklete
Publikum an der Bänklete (2)
Klarinettist, Zunftmusig
Akkordeonist der Zunftmusig
Hämpu aus Biel
Fasnachtigalle, Wiedlisbach
Bänklete in Kriegstetten
Fasnachtigalle, Wiedlisbach
Fasnachtigalle, Wiedlisbach
Fasnachtigalle, Wiedlisbach
Gebrüder Schlimm, Biberist
Die 3 Musketiere, Bern
Die 3 Musketiere, Bern
Die 3 Musketiere, Bern
Der Ober
Chräbszunft
Chräbszunft
Chräbszunft
Baukis
Baukis
Baukis
Baukis

Zunftmusig

Hans Blaser

Ober Dänu wies schon in der Begrüssung diskret auf die gleichzeitig zur ausgelassenen Fasnachtszeit herrschende Flüchtlings-Problematik hin. Die einheimische Chräbszunft eröffnete den Reigen der Schnitzelbankgruppen. Sie war der erste der Jubilare und feiert 40 Jahre.

Sie widmete sich traditionell vorwiegend lokalen Themen. So wurde der Gemeindearbeiter auf die Schippe genommen, weil er die Kantonsfahnen verkehrt aufgehängt habe. Oder ein Blutspender aus dem Dorf durfte sich nach missratener Spende tröstend belehren lassen, dass jede Flasche vom Hals an leer sei. Als lokal betrachtete sie auch Stricklers Raubtierzoo im benachbarten Subingen.

Dieser war auch bei der Gruppe Sänklochtoucher ein Thema. Die könnten sich Asyl für die Tiere in Kriegstetten vorstellen. Das käme für Strickler selber nicht infrage, eine zweite «Zürcherschnure» könnte man nicht ertragen. Keine weite Anreise hatten die Gebrüder Schlimm aus Biberist.

Die beiden bekommen langsam Routine und werden immer besser. Sie traten nicht in ihrem üblichen Fasnachtskostüm auf, sondern im Edelweisshemd als Schwinger. Damit und mit dem dazu getragenen Kopftuch machten sie sich über eine unverständliche Verfügung einer Schulbehörde lustig. Mit einer Melodie von Udo Jürgens witzelten sie über den Abgas-Skandal bei VW. Neben Lokalem aus Biberist ist ihnen auch ein Vers zu Josef Blatter und Michel Platini eingefallen.

Bieler Narrengäste

Beide Themen inspirierten auch Hämpu aus Biel. Ihn beschäftigte zudem seine Stadt. Angefangen beim Radium im Boden und dem Cäsium im See. Zur Sprache kamen die Zusammensetzung der Bevölkerung und die rot-grüne Regierung. Er witzelte über jene Partei, die aussen grün und innen hohl sei. Allein blieb er beim Thema Ritalin-Einsatz. Früher sei eine Ohrfeige nicht nur billiger, sondern auch wirksamer gewesen.

Ebenfalls aus Biel kamen die gefälligen Seegrundwüehler. Thematisch blieben sie im Trend. Als einzige beschäftigten sie sich mit der WHO-Warnung, dass Wurstwaren Krebs fördern würden. Die Schnäderpänsli machten sich über den Abgasskandal bei VW lustig und kamen auch nicht an Blatter und Platini vorbei. Dass das Schwingerhemd tabu sein soll, das Kopftuch aber erlaubt, ärgerte sie hörbar.

Schräge Töne fehlten nicht

Ein Jubiläum feiern die Fasnachtigallen aus Wiedlisbach. Seit 30 Jahren sind die fünf Leute unterwegs. Sie boten weitgehend eigene Themen, wie etwa Wawrinkas umstrittene karierte Hose. Leider sind sie auf ihrer Abschiedstour. Ihre tollen Larven und witzigen Verse werden künftig fehlen.

Musikalische Glanzpunkte setzten drei unterschiedliche Formationen. Der Zunftmusik waren traditionell die Eröffnung und der Abschluss überlassen worden. Eine bewährte Formation, die sich in vielen Stilrichtungen auskennt.

Einen lautstarken und vielbejubelten Auftritt erhielten die Baukebieger, kurz Baukis. Hauptsache laut und rhythmisch hiess ihre Devise, dezent gespickt mit Beatles, Polo Hofer oder Abba.

Auch die Tambouren-Boys aus Biberist brachten die Halle zum Toben. Wie so oft setzten die Drei Musketiere aus Bern unter ihren breitrandigen Hüten einen fulminanten Schlusspunkt.

Aktuelle Nachrichten