Was machen die angebundenen Bäume am Ufer? Am linken Aareufer unterhalb der Siggernmündung bei Flumenthal hat der Forstbetrieb Leberberg mehrere ufernahe Bäume in die Aare gefällt und mit Sisalseilen vor dem Abschwemmen gesichert.

Das hat einen Grund: So lange die sogenannten «Raubäume» grün sind, dienen sie den Bibern als Nahrungsquelle, wird auf einem Merkblatt verraten. Danach bilden die Stämme im Wasser wertvolle Lebensraumstrukturen für die Fische. 

Ursprünglich sei die Kernidee aber gewesen, den Fischen zu helfen, wie Revierförster Thomas Studer gegenüber TeleM1 ausführt. «Die Fische haben sehr Mühe hier in diesen Gewässern zu laichen.» Der Biber sei dabei der lachende Dritte. Die Bäume seien ein Fressen für den Biber, so Studer.

Schlaraffenland für Biber

Schlaraffenland für Biber

Im solothurnischen Flumenthal können Biber an bereits gefällten Bäumen knabbern. Diese aussergewöhnliche Aktion war ursprünglich anders geplant.

Die Aktion kommt klar auch dem Nager zugute. Der Unterhalt von Ufergehölz ist wichtig für die Stabilität der Ufer und auch für die Sicherheit der Fussgänger. Da in diesem Gebiet zusätzlich Biber aktiv sind, verschärft sich die Problematik. Wenn man den Tieren die Arbeit zunichte macht, knabbern sie nur weitere Bäume an. Indem das Holz bewusst liegen gelassen, oder in diesem Fall festgebunden, wird, kommt man diesem Schritt zuvor.

Weil die Bäume nicht wegtransportiert werden müssen, spart der Kanton zu allem hin auch noch. (ldu)

Die Arbeit der Biber am Aare-Ufer: