Recherswil

Am 20. Herbstmarkt kommen nur handgemachte Sachen in die Tüte

Die Palette der angebotenen Waren ist breit.

Die Palette der angebotenen Waren ist breit.

Zum 20. Mal jährt sich der Herbstmäret in Recherswil. Dieses Jahr haben sich so viele Interessenten gemeldet, dass zusätzlich zu den beiden Hallen auch die Bühne in der Iguhalle als Ausstellungsraum dient.

«16 Aussteller waren es am Anfang, rund 60 sind es heute», erzählt Jeannine Lüthi von der Kultur- und Freizeitkommission. Sie organisiert den Anlass seit 14 Jahren federführend. Vom Hörensagen weiss sie, dass früher alle Aussteller am Märettag in die Halle bestellt wurden und Plätze zugeteilt bekamen. Mitbringen mussten sie dafür einen Kuchen. Heute beginnt die Organisation für Lüthi bereits im Frühling, wenn die ersten Anmeldungen reinkommen.

Werbung muss sie keine machen. Die Aussteller kommen jeweils gerne wieder und empfehlen den Markt weiter. Sie schätzen laut Lüthi die komfortablen Platzverhältnisse und die günstigen Preise. Dieses Jahr haben sich so viele Interessenten gemeldet, dass zusätzlich zu den beiden Hallen auch die Bühne in der Iguhalle als Ausstellungsraum dient. Jeannine Lüthi musste sogar einigen Bewerbern absagen. Sie vermutet, dass der Ansturm deswegen so gross war, weil bedeutende Weihnachtsmärkte in der Umgebung nicht mehr stattfinden.

Kein Weihnachtsmarkt

Lüthi distanziert sich jedoch vom Begriff «Weihnachtsmarkt». «Dies ist ein Herbst- oder Handwerksmarkt», betont sie. Es ist einer der wenigen Märkte mit ausschliesslich handgemachten Sachen.

Die Palette reicht von Holzgegenständen wie Spielsachen oder Bienenhotels über Glaswaren, Strick- und Näharbeiten, Kerzen, Honig, Pasta, Sirup und vieles mehr. Die Handarbeit hört auch bei den kulinarischen Angeboten nicht auf. Ein Hobby-Metzger grilliert selbst gemachte Bratwürste und Hamburger. Das reichhaltige Tortenbuffet und die Züpfen stammen aus der Küche von Kommissionsmitgliedern oder deren Bekannten und Verwandten.

Ein sozialer Aspekt

Lüthi, früher selber Ausstellerin, sieht im Markt auch eine soziale Komponente. Er bietet den Handwerkliebhabern eine Plattform, wo sie ihre Produktionen ausstellen und an den Mann oder die Frau bringen können und somit aus den eigenen vier Wänden rauskommen, schätzt sie. Vielen kann man vor Ort bei der Handarbeit zusehen. Auch dieses Jahr wird eine Behindertenwerkstätte ihre Kreationen anbieten. Für Lüthi sind zufriedene und dankbare Aussteller der grösste Lohn, der sie für den nicht unbeträchtlichen Aufwand entschädigt, den sie jedes Jahr leistet. Aussteller und die Kultur- und Freizeitkommission freuen sich auf zahlreiche Besucher.

Öffnungszeiten: Samstag 4. November, 11 bis 18 Uhr. Sonntag, 5. November, 11 bis 17 Uhr, in den Turnhallen.

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