Die Zustimmung für die Sanierung mit Kosten von 1,538 Millionen Franken fiel an der Urne knapp aus. Das war nach der Bearbeitung des Geschäftes an der Gemeindeversammlung zu erwarten. Schon dort wurde das Geschäft erst nach intensiven Diskussionen und einem abgewiesenen Rückweisungsantrag weiterverfolgt.

Von den 1128 Stimmberechtigten Lommiswil beteiligten sich gestern an diesem umstrittenen Geschäft 56,2 Prozent. 634 Stimmzettel wurden abgegeben, 3 waren ungültig. Für die Sanierung sprachen sich 358 Lommiswilerinnen und Lommiswiler aus, dagegen votierten 273.

Das 1922 erbaute alte Schulhaus beherbergt im Parterre die beiden Kindergärten, im ersten Stock die Gemeindeverwaltung, im zweiten Obergeschoss die Schule für Werken 1 und 2 und im Keller Musikzimmer sowie Gemeindearchiv. Der Gemeinderat plante mit Grundsatzentscheid 2014 eine Sanierung, um alle Schäden zu beheben und auch die überalterte
Leitungsinfrastruktur und die Sanitärbereiche zu modernisieren. Zudem wurde anerkannt, dass das Erscheinungsbild ebenso wie der grosszügige Umschwung erhalten bleiben soll.

Keine Steuererhöhung

Der Auftrag des Gemeinderates an die Planer hatte gelautet, das Gebäude behindertengerecht und energetisch zeitgemäss auszustatten sowie den Schulraum zu optimieren. Dies wird erreicht mit der Isolation des Dachstocks, einem nordseitigen Anbau eines Personenlifts und dem Ausbau im Erdgeschoss mit Garderobe und WC. Mit letzterem sollen die Kindergärten auch vom Publikumsverkehr der Verwaltung abgegrenzt werden. Im Dachgeschoss steht den Kindergärten und der Schule eine Küche zur Verfügung. Zudem entsteht ein Sitzungszimmer.

Die Kosten seien angesichts des Eigenkapitals der Gemeinde von 1,85 Millionen Franken tragbar. Die Investition kann ohne zusätzliche Steuererhöhung finanziert werden, schrieb der Gemeinderat in der Abstimmungsbotschaft.