Bucheggberg
Alterssitz Lüterswil feiert seinen 75.Geburtstag

Mit einem Jubiläumsmonat feiert der Alterssitz Lüterswil den 75. Geburtstag und blickt auf eine bewegte Geschichte zurück.

Anina Mathivannan
Drucken
Teilen
1942 — mitten im Zweiten Weltkrieg — wurde der Alterssitz Lüterswil eröffnet.
14 Bilder
Früher war es ein Kurhaus, jetzt ein Alterssitz
Im Alterssitz Lüterswil fand die Pressekonferenz anlässlich des 75. Jubiläumsjahres statt. Die Bewohner trafen sich hierfür in der Wohnstube der Wohngruppe «Chlee»
(v.l.) Franz Müller (Präsident des Zweckvereins), Anina Schüpbach (Leiterin Seniorenhof Iffwil), Gabriela Zulauf (Leiterin Pflege und Betreuung), Daniel Burkhalter (Heimleiter), Therese Dellenbach (Standortleiterin Höfe) und Thomas Keller (Leiter Hotellerie und Gastronomie).
Alterssitz Lüterswil wird 75 Jahre
Wohlfühloase
Sitzplatz vor dem Haus
Die drei Alpakas im Demenzgarten

1942 — mitten im Zweiten Weltkrieg — wurde der Alterssitz Lüterswil eröffnet.

Anina Mathivannan

1942 — mitten im Zweiten Weltkrieg — wurde der Alterssitz Lüterswil eröffnet. Wo sich zuvor das überregional bekannte Kurhaus befunden hatte, sollte nun für das «körperliche und geistige Wohlbefinden» der Bucheggberger Frauen und Männer ab 60 Jahren gesorgt werden.

Heute, 75 Jahre danach, hat sich der Alterssitz zu einem mittelgrossen Betrieb entwickelt: Zusammen mit seinen Aussenstationen in Messen und Schnottwil beherbergt der Alterssitz 68 Senioren.

Alpakas im Demenzgarten

Im Alterssitz Lüterswil fand am Donnerstag die Pressekonferenz anlässlich des 75. Jubiläumsjahres statt. Rund 25 Bewohner trafen in der Wohnstube der Wohngruppe «Chlee» ein, um die Danksagung und den geschichtlichen Rück- und Ausblick durch Franz Müller, Präsident des Zweckverbands Altersheim Lüterswil, und Daniel Burkhalter, Mandatsheimleiter und Baubegleiter, zu verfolgen. Mit dabei waren auch das dreiköpfige Heimleitungsteam und Anina Schüpbach, Leiterin des Partnerbetriebes im bernischen Seniorenhof Iffwil.

Daniel Burkhalter blickte auf die elf Jahre seiner Arbeit in Lüterswil zurück: Im Altersbereich habe sich in den vergangenen Jahren viel getan, und auch in Lüterswil mussten Anpassungen vorgenommen werden, um den jetzigen und zukünftigen Bewohnern bedürfnisgerechtes Wohnen zu gewährleisten.

Mit der 2010 ausgearbeiteten Strategie «Alterssitz für alle Buechibärger 2015+» sei viel erreicht worden: Ausbau des Alterssitzes, Aufwertung der Wohnräume, Eröffnung des Sunne-Kafi, die Gründung der drei Wohngruppen «Himmublau», «Chlee» und «Oase», aber auch die Zusammenarbeit mit den beiden Aussenstationen «Chronehof» in Schnottwil und «Hofschmitte» in Messen. Besonders freut er sich über den Demenzgarten, der neuerdings auch das Zuhause von drei Alpakas ist.

Jubiläumsprogramm

12.–14. August 2017
Start an der Schnottwilchilbi rund um die neue Dépendance Chronehof

14. August – 17. September 2017
Jubiläumsangebote im Jubiläumsstübli und Sunne-Kafi in Lüterswil

3. September 2017
Festakt Einweihung mit Jubiläumsgottesdienst, Festwirtschaft und freiem Rundgang durch die neuen und bestehenden Gebäude

9. September 2017
Abschluss am Herbstmärit Iffwil rund den Partnerbetrieb Seniorenhof Iffwil

Weg vom negativ konnotierten Begriff Heim

«Man muss individuell auf die Bewohner eingehen», erklärt Gabriela Zulauf, Leiterin der Pflege und Betreuung. Eben deswegen will man den Alterssitz — trotz grosser Nachfrage — nicht vergrössern, sondern besser organisieren. Dazu gehören Angebote wie etwa Vitaltraining, Ausgangsmöglichkeiten, Wohlfühloasen oder auch Haustiere. «Ich bin sehr zufrieden hier. In meinem Zimmer habe ich eine wunderbare Aussicht», findet die Bewohnerin Marie Eberhard.

Die Bewohner sollen sich fühlen wie zu Hause. Vom Konzept des negativ konnotierten Begriffes Heim wolle man sich entfernen, so Daniel Burkhalter. Deshalb gibt es auch keine Mauern um das Gelände des Alterssitzes und auch keine Zimmer für mehrere Bewohner. Die geschützte Intimsphäre, aber auch genügend Platz, um sich wohlzufühlen, seien oberste Gebote.

Weiterhin will man sich im Alterssitz Lüterswil um das Wohlbefinden der Senioren bemühen und ihnen genau das bieten, was man selbst auch gern hätte. Denn alt werden früher oder später alle, und auch der letzte Abschnitt des Lebens soll mit Genuss und Frieden gelebt werden können.