Vor einem Jahr wollte die Mehrheit der Gemeindeversammlung nicht auf das Geschäft Schulraumerweiterung eintreten. Nun liegt ein neuer, überarbeiteter Vorschlag vor. Eine Spezialkommission hat gemeinsam mit dem Planungsbüro verschiedenste Varianten ausgearbeitet, diese geprüft, bewertet und miteinander verglichen.

Am 5. Dezember hat der Souverän das letzte Wort. «Die Bestvariante hebt sich in der Bewertung klar von den übrigen Varianten ab», betonte Reto Vescovi vom Planungsbüro Kontextplan AG. Diese Meinung vertritt der gesamte Gemeinderat. Einstimmig hat er am Montagabend beschlossen, dass die Variante 1 der Gemeindeversammlung vorgelegt werden soll.

Gemäss dieser Bestvariante soll in einer ersten Etappe ein neues Schulgebäude westlich des heute bestehenden Primarschulhauses erstellt werden. Danach soll die alte Turnhalle mit beiden Werkräumen im Untergeschoss rückgebaut und durch eine neue Doppelturnhalle ersetzt werden.

In einer dritten Etappe schliesslich soll die heutige neue Turnhalle saniert und den Nutzungsbedürfnissen angepasst werden. Die Gesamtkosten dafür werden mit 17,3 Millionen Franken veranschlagt.

Kosten fallen ohnehin an

Der grösste Teil dieser Kosten sei aber so oder so unumgänglich, betonte Reto Vescovi erneut. Es gebe nämlich Mindestkosten, die auf jeden Fall anfallen. Beide Turnhallen sind dringend sanierungsbedürftig, allein dafür müssten gemäss genauen Abklärungen 5,2 Millionen Franken investiert werden.

Aber: «Die alte Turnhalle ist nicht mehr zu retten», so Reto Vescovi. Der Betrag, der investiert werden müsste, um das Gebäude wieder «fit» zu machen, sei gemäss Abklärungen gleich gross wie der Gebäudeversicherungswert. Ein Neubau bringe also nicht nur erhebliche Vorteile mit sich, er sei sogar wirtschaftlicher. Nicht mehr weiterverfolgt wird die Variante, den Konzertsaal für den Turnunterricht zu nutzen.

Nebst den sanierungsbedürftigen Turnhallen ist aber vor allem der Platz ein Problem – es mangelt an Schulraum. Diverse Klassenzimmer und ein Kindergarten sind zwingend notwendig und unverzichtbar.

Die Kostenschätzung für die Bereitstellung der minimal erforderlichen Räumlichkeiten beläuft sich auf über 10 Millionen Franken. Berücksichtigt man die Turnhallen, kommen auf die Gemeinde Kosten von rund 15 Millionen Franken zu, und zwar allein um den Mindestbedarf zu decken. Die Bestvariante (17,3 Millionen Franken) enthält Raumreserven, ist flexibel nutzbar und wird vom Gemeinderat als Investition für die Zukunft erachtet.

Doch kein neuer Kindergarten

Verzichten will man hingegen auf den Bau eines neuen Kindergartens. Das hat die Spezialkommission Schulraumbauten letzte Woche ohne Gegenstimme beschlossen. In der ersten Planungsphase ist man davon ausgegangen, dass der bestehende Kindergarten im Schulhaus ausgelagert werden muss, um den Platzbedarf der Unter- und Mittelstufe kurzfristig decken zu können.

Der Gemeinderat beschloss im September, 1,1 Millionen Franken dafür zu veranschlagen und diesen im Jahr 2018 in Betrieb zu nehmen. Nun haben die weiteren Planungsüberlegungen aber gezeigt, dass der Kindergarten in den – gemäss Variante 1 entstehenden – Raumreserven der Schule untergebracht werden kann.

Sollte die Schule diese Raumreserve selbst beanspruchen, könnte der zusätzliche Kindergarten zu einem späteren Zeitpunkt immer noch gebaut werden. In den nächsten 15 Jahren wäre dies aber sicher nicht nötig.