Schulen im Kanton Solothurn unterziehen sich in regelmässigen Abständen einer externen Schulevaluation. Sie hat zum Ziel, die Qualitätsentwicklung und -sicherung im Bildungswesen zu unterstützen. Diese Kontrolle, die in den Händen eines Teams der Pädagogischen Hochschule Nordwestschweiz liegt, erfasste seit Februar 2016 die gesamte Primarschule in Subingen mit Lehrpersonen, Schülerinnen und Schülern sowie in Befragungen auch die Eltern und den Gemeinderat als kommunale Aufsichtsbehörde. Durchleuchtet wurden nach fünf Jahren erneut sieben Grundfunktionen, die einen ausgewogenen Normalbetrieb der Schule gewährleisten.

Über dem kantonalen Schnitt

Schulleiter Sandro Reichen stellte den schriftlich vorliegenden Bericht im Rat vor, der ihm gegenüber seine grosse Freude über dieses überzeugende Ergebnis zum Ausdruck brachte. Denn alle Ampeln, mit denen die Kernaussagen über den Subinger Schulbetrieb gekennzeichnet sind, stehen auf Grün.

Damit ist festgehalten, dass Angebote, Lernatmosphäre, Schulprogramm sowie Partizipation von Lehrpersonen und Schuljugend das Bild einer «lebendigen, farbigen Schule ergeben, die Kinder gerne besuchen». In allen Prüfbereichen liegt die örtliche Schule gemäss Bewertung über dem kantonalen Durchschnitt. Dazu Reichen: «Wir fassen dies als Bestätigung unserer gemeinsamen Arbeit auf, denn die gelebte Mitverantwortung in Mitsprache und Regeln bei unseren Schülerinnen und Schülern ist das Besondere bei uns.»

Gemeinsam werde man aber zukünftig noch mehr Aufmerksamkeit auf die doch sehr hohe Belastung der Lehrpersonen und auf den vermehrten Einbezug der Eltern richten. Das weitere Vorgehen skizzierte der Schulleiter in der Information der Eltern mittels Infoblatt und einem Massnahmenplan, der bis Ende des Schuljahrs entwickelt wird. Die Sprecher aller Fraktionen im Rat formulierten ihren «Stolz über die gute Arbeits- und Lernatmosphäre in unserer Schule».

Modern aufgestellte Entsorgung

«Mit kaum einem Thema hat sich der Gemeinderat so intensiv auseinandergesetzt wie mit einer zeitgemässen Entsorgung», scherzte Gemeindepräsident Hans Ruedi Ingold (SP). Denn den Ratsmitgliedern geht es nicht einfach nur um Abfuhr, sondern um einen möglichst grossen Anteil an Wiederverwertung.

Aktuellstes Anliegen ist dabei das Rezyklieren von Kunststoffen. Den Entsorgungsauftrag mit der Firma Almeta (Bellach) hat Subingen vorsorglich gekündigt, um die Entsorgung der diversen Sonderabfälle von Altöl bis Metall und Kunststoff in Bezug auf den Wettbewerb auf den Prüfstand zu nehmen.

Eine dreiköpfige Delegation der Bellacher Firma, begleitet durch einen Fachmann des Basler Vereins IG Recycling-Sack, stellte ihre Möglichkeiten bezüglich eines Komplett-Abfuhr-Angebots vor mit besonderer Berücksichtigung eines individuell pro Haushalt erwerbbaren Sammelsacks. Eine Mischsammlung – bei Almeta als «Mogelpackung» bezeichnet – bei der im Sack unterschiedlichste Kunststoffarten zusammengeführt würden, sei weder ökologisch noch ökonomisch sinnvoll.

Die Firma plädiert für ein genau bezeichnetes Sammelgut aus Kunststoffflaschen mit Deckel und Getränkekartons, um einen sicheren Materialkreislauf zu ermöglichen. Etwa Joghurtbecher, Fleisch- und Käseverpackungen oder Plastikblumentöpfe gehören nicht in diesen Sack, weil dies aufwendiges Aussortieren bedingt. «Wir wollen eine fachgerechte Entsorgung, um möglichst viele der Wertstoffe der Wiederverwertung und nicht der Verbrennung zuzuführen», so der Vertreter der Almeta. Ihr Wunsch wäre, dass auch die Verpackungsindustrie dies in ihren Produkten berücksichtigen würde.

Wiederverwerten statt verbrennen

Zu dritt stellte die Mannschaft Neuenschwander (Lohn-Ammannsegg) als regionaler Erstanbieter des Kunststoff-Sammelsacks, ihre Möglichkeiten und den weiteren Materialkreislauf vor. Im vorarlbergischen Lustenau wird der Inhalt der in Lohn für den Transport zusammengepressten Sammelsäcke computergesteuert mittels Infrarotscanner sortiert und der jeweils materialgerechten Verwertung zugeführt.

Ein Grossteil davon wird in der Schweiz zu Granulaten weiterverarbeitet. Inzwischen, so weiss man bei Neuenschwander, erkenne auch das Bundesamt für Umwelt, Wald und Landwirtschaft diese Form der Sammlung von Haushaltskunststoff als wichtig und sinnvoll an. Denn längst landet nicht mehr der Grossteil in der Verbrennung, sondern zu 65 Prozent wieder in neuen Produkten. Da der Konsument die verschiedenen Kunststoffmaterialien kaum unterscheiden könne, biete sich die gemischte Sammlung vorerst als vernünftige Lösung an.