Es lässt einen Ertragsüberschuss von 66'000 Franken erwarten. «Aktuell sieht unser Budget gut aus, der Nettoverschuldungsgrad ist tief und wir sind gut drin», erklärte Ratsmitglied Martin Reber, Ressortleiter Finanzen. Er warnte aber davor, dass dadurch gewisse Gelüste geweckt werden könnten und sprach damit das Thema Steuerfusssenkung an. «Es könnten Leute auf die Idee kommen, aufgrund der guten Prognosen eine Steuersenkung anzupeilen.» Das wäre gefährlich, so Reber.

Anhand verschiedener Szenarien zeigte er auf, wie sich die Finanzlage der Gemeinde entwickeln könnte. Die Quintessenz daraus: Eine Senkung des Steuerfusses kann man sich momentan nicht leisten. Es stehen nämlich grosse Investitionen an, welche zum Teil noch gar nicht im Finanzplan enthalten sind, weil über deren Realisationszeitpunkt und Höhe noch keine Klarheit herrsche.

Grosse Investitionen geplant

Dabei handle es sich etwa um den Neubau Turnhalle, die Auswirkungen des Attisholz-Areals, den Werkhof oder den zusätzlichen Schulraum. «Wir haben sicher das eine oder andere grosse Projekt vor uns, welches wesentliche Auswirkungen auf die Finanzlage der Gemeinde haben wird», unterstrich auch Michael Feier, Finanzkommissionspräsident ad interim. Die vorgestellten Szenarien machen dies deutlich und sollen deshalb auch an der Budgetgemeindeversammlung gezeigt werden. Noch sei nicht klar, wie man sich solch hohe Investitionen überhaupt leisten könne. «Unser Ziel besteht nicht darin, dass wir die Steuern erhöhen, sondern dass wir clever planen», betonte Gemeindepräsidentin Jasmine Huber. So könne man auch eine vorübergehende Verschuldung in Kauf nehmen.

Der vorliegende Finanzplan 2019 bis 2023 sieht mehrheitlich ausgeglichene Ergebnisse vor. Die Verschuldung pro Kopf steige zwar leicht an, die Situation dürfe aber immer noch als «gut» bezeichnet werden, so Michael Feier im Bericht der Finanzkommission.

Mit sechs Befürwortungen bei einer Enthaltung beschloss der Gemeinderat, dass der Steuerfuss auf 115 Prozent belassen werden soll. Dies will man der Gemeindeversammlung so vorschlagen. Das Budget wurde einstimmig verabschiedet, und zwar bereits nach der ersten Lesung. Es bewähre sich, dass die Finanzkommissionsmitglieder in den vorberatenden Planungssitzungen der einzelnen Kommissionen bereits Einsitz nehmen können, betonte Michael Feier. Dies habe zu sehr speditiven Budgetsitzungen innerhalb der Fiko geführt und man wolle deshalb an dieser Praxis festhalten.

Illegaler Fussballplatz

Aus finanzplantechnischen Gründen diskutierte der Gemeinderat auch das weitere Vorgehen betreffend Fussballplatz – man hat nämlich erfahren, dass der Trainingsplatz westlich des Fussballplatzes illegal sein soll. Dies habe das Amt für Raumplanung festgestellt, informierte Jasmine Huber. Da es sich um Landwirtschaftsland handle, sei der Platz nicht zonenkonform und müsste umgezont werden, obwohl er bereits seit über vierzig Jahren so genutzt werde.
Mit dem Besitzer dieser Parzelle sei man nun zwecks Kaufverhandlungen in Kontakt getreten. Zur Diskussion stehen ausserdem zwei weitere Parzellen nördlich des Fussballplatzes, welche der Erweiterung des Areals dienen könnten. «Unser Wunsch bestünde darin, alle drei Parzellen zu kaufen, aber zu einem fairen Preis», so die Gemeindepräsidentin. Verhandlungen laufen und der FC ist angehalten, seinen Bedarf abzuklären und dem Gemeinderat mitzuteilen.