Der Plan, die Sanierung mithilfe eines Architekten anzugehen, ist bei der Betriebskommission allerdings auf wenig Gegenliebe gestossen. Deshalb wurde ein neues Vorgehen geplant. Die vom Gemeinderat eingesetzte Arbeitsgruppe hat zusammen mit Handwerkern der jeweiligen Bauzweige die rund 40-jährige Halle bei einer Besichtigung auf Herz und Nieren geprüft. Von den elektrischen Anlagen her hat sich dabei nur ein Elektrotableau als kritisch erwiesen.

«Das Tableau muss in absehbarer Zeit ersetzt werden, da bei einem Rohrleitungsbruch Wasser ins Gerät gelangte», erklärte Gemeinderätin Sabine Anderegg. Der Austausch allein soll rund 15'000 Franken kosten. Da das Tableau aber auch mit der Steuerung der Heizung verbunden ist, sind zusätzlich Anpassungen sowohl an den Ventilen als auch an der Heizungssteuerung nötig, was jeweils nochmals mit je 10'000 Franken zu Buche schlägt.

Die sanitären Installationen der Halle sind in einem guten Zustand und zwecktauglich. Die Gebäudehülle wurde als intakt und ohne grössere Schäden beurteilt. Auch das Dach scheint weitestgehend in Ordnung zu sein. Wobei dort in Kürze die periodischen Unterhaltsarbeiten anstehen. Gemeinderat Christoph Isch ergänzte: «Die Untersicht weisst Wasserflecken auf, das liegt unter anderem daran, dass der Wasserkanal ins Dach hinein gebaut und nicht wie bei anderen Gebäuden aussen angehängt wurde.»

Bühne verbessern

Bei der künftigen Nutzung konnten auch Vereine und die Bevölkerung via Umfrage ihre Anliegen kundtun. Herausgekommen ist dabei, dass besonders oft eine funktionsfähige Bühne gewünscht worden ist. Der Plan war zunächst die alte Bühne zu demontieren und eine Neue aus einzelnen Holzelementen zu erstellen. «Dies hätte allerdings ein grosses Loch in der Grösse der alten Bühne in der Wand zur Folge», so Anderegg.

Deshalb wurde das Konzept nochmals überdacht und die Arbeitsgruppe hat stattdessen Kontakt mit den Erstellern der alten Bühne aufgenommen. «Die Mechanismen der Klappfunktion funktionieren noch, allerdings muss die Bühne sicherheitstechnisch auf den neusten Stand gebracht werden», erklärte Anderegg. Das bedeutet, dass zusätzliche Seilbremsen sowie Sensoren zur Erkennung und zum Schutz von Menschen notwendig sind. Momentan wartet man noch auf einen Kostenvoranschlag.

Energetische Sanierung zu teuer

Diskutiert wurde auch eine energetische Sanierung. «Wenn wir die Halle energetisch sanieren wollen, dann reden wir von einem Kostenpaket von 1 bis 1,5 Mio. Franken», sagte Anderegg. Die Energieeinsparung würde dabei gerade einmal ein Drittel des heutigen Verbrauchs ausmachen. «Die heutigen Kosten belaufen sich auf rund 10'000 Franken, das heisst wir müssten über 300 Jahre heizen, um diese Ausgabe wieder reinzuholen», so Gemeinderat Samuel Marti.

Was in den nächsten zehn Jahren jedoch getan werden muss, ist die Fensterfront an er Ostseite der MZH zu renovieren, da die Gummidichtungen langsam aus den Rahmen gedrückt werden. Der Kostenpunkt wäre hier bei 100'000 bis 120'000 Franken. Der Gemeinderat rechnet damit, dass dies bereits energetische Einsparungen von 5 bis 10 Prozent mit sich bringen würde. Daher wird eine vollständige energetische Sanierung als wirtschaftlich nicht lohnenswert angesehen.

Geprüft werden soll auch, ob nicht mehr genützte Aussensportplätze zu Parkplätzen umfunktioniert werden könnten, da die MZH bisher kaum über eigene Parkplätze verfügte. Die Arbeitsgruppe wird vom Gemeinderat beauftragt auf die Gemeindeversammlung im Dezember ein Gesamtkostenplan auszuarbeiten.

Weiter war an der Gemeinderatssitzung zu erfahren, dass die Rechnung 2016 einen Ertragsüberschuss von 265'800 Franken verzeichnet. Budgetiert war ein Aufwandüberschuss von 929'900 Franken.