Beschluss

Aeschi tritt aus Schulverband mit Nachbargemeinden aus

Bolken will – wie auch die Drei Höfe – nicht auf seinen Schulstandort verzichten.

Bolken will – wie auch die Drei Höfe – nicht auf seinen Schulstandort verzichten.

Der Gemeinderat beschloss die Vereinbarung mit der Regionalen Schule äusseres Wasseramt zu künden.

Der Gemeinderat Aeschi hat sich an den letzten Sitzungen intensiv mit der aktuellen Situation und der Zukunft der Regionalen Schule äusseres Wasseramt (RSAW) beschäftigt. Am Ende hat er sich dazu entschlossen, die laufende Vereinbarung mit den anderen Partnergemeinden der RSAW zu kündigen, wie der Gemeindepräsident Stefan Berger im Namen des Gemeinderats mitteilt.

Aus diesem Grund unterbreitet der Gemeinderat der kommenden Gemeindeversammlung den Antrag, die Vereinbarung der RSAW per 31. Juli 2016 auf Ende Schuljahr 2017/2018 zu kündigen. Ähnliche Gedanken macht sich auch der Gemeinderat Bellach. Kriegstetten hat ebenfalls den Austritt aus dem Schulkreis HOEK (Halten-Oekingen-Kriegstetten) angekündigt.

Die Regionale Schule äusseres Wasseramt besteht aus den fünf Gemeinden Aeschi, Bolken, Drei Höfe, Etziken und Hüniken. Im vergangenen Jahr wurde von einer externen Firma (Kontextplan AG) ein ausführlicher Bericht über die Möglichkeiten der Weiterentwicklung und der Standortkonzentration ausgearbeitet. Am 2. März 2016 wurden mit den Gemeindepräsidien, dem Schulausschuss, wie auch dem Schulleiter und der Schulsekretärin mehrere Varianten diskutiert sowie Aufträge für die genauere Betrachtung der Schülerzahlen (Klasseneinteilung) erteilt.

«Ebenfalls wurde durch die Gemeindevertreter von Bolken und Drei Höfe klar dargelegt, dass
eine Schliessung ihrer Standorte nicht zur Diskussion stehe», so Gemeindepräsident Stefan Berger in der Mitteilung.

Aeschi solo

An der Gemeindeversammlung vom 15. Dezember 2015 wurde der Gemeinderat damit beauftragt, die Kosten für einen allfälligen Alleingang der Schule Aeschi zu prüfen. Dies war die Fortsetzung der wiederkehrenden Debatte über die Weiterentwicklung (Standortkonzentration) der RSAW, der allgemein hohen Bildungskosten und unklaren Perspektiven des Schulstandorts Aeschi.

In Zusammenarbeit mit der Firma Kontextplan AG wurde ein zusätzlicher Bericht «Aeschi Solo» erstellt. Dieser Bericht zeigt auf, dass Aeschi die RSAW mit 36,3 Prozent mitfinanziert, jedoch nur 28 Prozent der Schüler stellt. Zum jetzigen Zeitpunkt werden die Gesamtkosten der RSAW nach Einwohnern auf jede Gemeinde verteilt.

Aufgrund der neuen Finanzierung (Finanzausgleich /Schülerpauschale) sollte die Kostenbeteiligung der Gemeinden grundlegend hinterfragt werden. Die alleinige Verteilung der Kosten nach Schülern ist aufgrund der Schwankungen ebenfalls nicht zielführend. Aus dem Bericht «Aeschi Solo» ist auch ersichtlich, dass Aeschi mit einer eigenen Schule Einsparungen von 260'000 Franken pro Jahr erlangen könnte.

Aufgrund der gewonnenen Erkenntnisse aus dem Bericht «Aeschi Solo», einer feststellbaren Stagnation in den Gesprächen um die Zukunft der RSAW und aktuell fehlenden Optimierungsmöglichkeiten hat sich der Gemeinderat Aeschi für die Kündigung der Vereinbarung entschlossen.

«Den Kindern in Aeschi wollen wir weiterhin eine qualitativ gute Schule bieten. Die Kosten sollen aber in einem gesunden Verhältnis stehen und die Gemeindefinanzen nicht übermässig belasten», so Gemeindepräsident Stefan Berger. Mit diesem Schritt strebe Aeschi nicht zwingend einen Alleingang an, sondern möchte neuen Ideen eine Chance geben und mit frischem Elan neue Möglichkeiten prüfen. (mgt/uby/rm)

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