Aeschi
Mitwirken im Dorf gerne, aber vor allem in bestimmten Themen

Die Behörden von Aeschi gehen neue Wege und nehmen die Bevölkerung mit – eine Umfrage zeigt das potenzielle Interesse.

Urs Byland
Drucken
Teilen
Aeschi kennt man wegen dem Kirchturm und vielleicht auch bald wegen einer engagierten Dorfbevölkerung.

Aeschi kennt man wegen dem Kirchturm und vielleicht auch bald wegen einer engagierten Dorfbevölkerung.

Hanspeter Bärtschi

«Gestalten Sie mit uns die Zukunft von Aeschi.» Mit diesem Aufruf lancierte die Gemeinde Aeschi eine Umfrage. Voraus ging eine Informationsveranstaltung an der die Neubesetzung der verschiedenen Gemeinderats- und Kommissionssitze thematisiert wurde. Dort beteiligten sich 45 Personen. Davon besetzten nur fünf bereits eine Funktion in der Gemeinde Aeschi.

Nur zwei Tage nach der Informationsveranstaltung wurde an der Gemeindeversammlung die Teilrevision der Gemeindeordnung und der Dienst- und Gehaltsordnung beschlossen. Die Änderungen in den beiden Reglementen beziehen sich insbesondere auf die Neugestaltung der Kommissionen und weiteren Funktionäre.
Alle interessierten Personen konnten sich an einer Umfrage im Internet zu den Kommissionen und ihrem persönlichen Engagement äussern. Insgesamt sind 36 Rückmeldungen eingetroffen, die ausgewertet worden sind.

Beliebte Gesellschafts- und Freizeitkommission

In der Umfrage wurde die Informationsveranstaltung sehr positiv beurteilt. «Sehr informativ, habe nicht gewusst, dass in Aeschi so viel läuft», schreibt beispielsweise eine Person. In der Frage, wie die neue Behördenstruktur beurteilt wird, äussern sich über Dreiviertel der Teilnehmerinnen und Teilnehmer positiv.

Interessant für die Gemeinde ist die Frage, ob man sich eine Mitarbeit in der neu strukturierten Behörde vorstellen könne. Über 60 Prozent antworteten mit «Ja» oder «Eher Ja». Nach Alter aufgeteilt sind es vor allem die 36- bis 45-jährigen Umfrageteilnehmer, die sich eine Mitarbeit vorstellen können.

Bei der Angabe der Präferenzen zeigte die grosse Mehrheit Interesse für die Gesellschafts- und Freizeitkommission oder die Umwelt- und Betriebskommission. Stefan Berger als Gemeindepräsident hat keine Konkurrenz erhalten, aber immerhin zwei Personen könnten sich vorstellen im Gemeinderat mitzuwirken und eine Person würde gar gerne das Vizepräsidium übernehmen (Mehrfachnennungen waren möglich). Wahlbüro, Finanzkommission oder Baukommission erzielten klar weniger Nennungen.

Nicht ständige Kommission als Lösung

Der Gemeinderat hat das weitere Vorgehen diskutiert. Aufgrund der vielen positiven Rückmeldungen für die Freizeit- und Gesellschaftskommission wurde entschieden, dass hier Untergruppen gebildet werden sollen. Man möchte allen Interessierten eine Möglichkeit geben, sich in irgendeiner Form im Gemeindewesen einzubringen. In den Rückmeldungen und Gesprächen konnte auch festgestellt werden, dass sich einige Personen gezielt in einem speziellen Bereich einsetzen möchten und auch nur ein beschränktes Zeitbudget dafür zur Verfügung haben. Der Gemeinderat hat daher diesen Eingaben Rechnung getragen und in Form von «forum.aeschi» neue Gefässe für solche Ideen beschlossen.

Konkret sollen im Bereich Gesellschafts- und Freizeitkommission bei genügend Interesse Foren für Familie, Senioren, Jugend, Adventsfenster und Dorffest gebildet werden. Den Bereich Umwelt- und Betriebskommission soll ein Forum Natur ergänzen. Am 18. August werden diese Personen und die Mitglieder (welche nicht demissioniert haben) aus der Chilbikommission, der Umwelt-, Sport-, und Kulturkommission sowie der Werkkommission aus der Legislatur 2017 bis 2021 eingeladen. Das Ziel des Abends soll sein, sämtliche Kommissionen zu konstituieren. Interessierte Kandidatinnen und Kandidaten für den Gemeinderat werden vorgängig zu einem Gespräch eingeladen.

Aktuelle Nachrichten