Aeschi
Mit anschliessendem Applaus: Aeschi genehmigt Kredit über 7,3 Mio. Franken für Turnhalle und Schulhaus

96 Stimmberechtigte nahmen an der Gemeindeversammlung teil. Sie stimmten dem Projekt für die Sanierung der Mehrzweckhalle und die Erweiterung von Schulhaus und Verwaltung zu und stärkten den Behörden damit den Rücken.

Rahel Meier Jetzt kommentieren
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Zwischen dem Schulhaus und dem Werkhof soll ein Neubau erstellt werden, der die beiden Gebäude verbindet.

Zwischen dem Schulhaus und dem Werkhof soll ein Neubau erstellt werden, der die beiden Gebäude verbindet.

Rahel Meier
«Jetzt bin ich doch ein bisschen überrascht. So hatte ich das dann doch nicht erwartet.»

Gemeindepräsident Stefan Berger suchte am Mittwochabend kurz nach Worten. 96 Stimmberechtigte nahmen an der ausserordentlichen Gemeindeversammlung teil. Es ging um ein wichtiges Geschäft: Die Sanierung der Mehrzweckhalle und die Erweiterung für das Schulhaus und die Verwaltung. Kostenpunkt: 7,3 Mio. Franken.

Mehrmals war über das Projekt öffentlich informiert worden. Und offensichtlich überzeugten die Pläne und die Finanzierung. Das Projekt wurde von den Anwesenden einstimmig genehmigt. Nachdem dies so festgestellt wurde, gab es spontan Applaus in der Mehrzweckhalle.

Mehrwert nicht nur für die Schule

Damit kann voraussichtlich im Sommer 2022 der Erweiterungsbau für das Schulhaus und die Verwaltung erstellt werden. Ab Sommer 2023 wäre dann die Sanierung der Mehrzweckhalle vorgesehen. Mit dem vorliegenden Projekt werden gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe geschlagen.

Die Gemeindeverwaltung und die Schulverwaltung erhalten eigene und bedarfsgerechte Büroräumlichkeiten mit Sitzungszimmer. Die Schule erhält zusätzliche Räume, die sie wegen der steigenden Kinderzahlen dringend braucht. Für die heutigen Unterrichtsformen sind Gruppenräume nötig, die nach dem Neubau in sämtlichen Zimmern zur Verfügung stehen. Die Kindergärten rücken näher zur Schule und zu einem späteren Zeitpunkt können auch die Tagesstrukturen im Gebäude integriert werden.

Als letztes wird auf dem Rasenplatz ein öffentlicher Spiel- und Begegnungsplatz realisiert, der als Dorf-Treffpunkt genutzt werden soll.

Räumlichkeiten entsprechen danach wieder dem neusten Stand

Die Mehrzweckhalle entspricht nach der Sanierung dem neusten Stand der Technik und des Brandschutzes und wird auch energetisch saniert. Zusätzlich werden alle Räumlichkeiten behindertengerecht ausgebaut. Mit dem Mehrzweckraum entsteht ein zusätzlicher Raum der für sportliche oder kulturelle Aktivitäten genützt werden kann.

Die Verantwortlichen sind zudem überzeugt, dass die Finanzierung des Projektes ohne Steuererhöhung möglich ist.

Mitwirkungsveranstaltung

Neuer Weg führte zum Ziel

Weil die Parteien in Aeschi fehlen, hat der Gemeinderat diesen Sommer neue Wege beschritten. Alle Einwohnerinnen und Einwohner wurden mit einem persönlichen Brief an eine Informationsveranstaltung mit dem Titel «zukunft.mitgestalten.2021-2025» eingeladen. Zudem wurde die Gemeindeordnung geändert und damit die Kommissionen auf die neue Legislatur hin umgestaltet. Die Aktion zeigte Erfolg: 36 Personen äusserten ihr Interesse sich innerhalb der Gemeinde aktiv zu engagieren. Alle Kommissionen konnten in der Zwischenzeit besetzt werden.

Und auch der Gemeinderat ist wieder vollzählig. Ab Legislaturstart am 1. Oktober setzt er sich wie folgt zusammen: Stefan Berger (Ressort Verwaltung und Finanzen); Roger Brügger (Ressort Werke und Sicherheit); Andrea Campomori Jaeggi (Ressort Bildung); Andres Marti (Ressort Bau); Nadine Moll (Ressort Soziales), Daniel Fuchs (Ersatzgemeinderat) und Melanie Hirt (Ersatzgemeinderätin).

Vizegemeindepräsident Thomas Steimer wurde am Mittwochabend verabschiedet. Er war seit 2013 im Gemeinderat und seit 2017 Gemeindevizepräsident. Er hatte seine Demission auf Ende der Legislatur eingereicht, weil der Gemeinderat nicht vollzählig war und er seine Kolleginnen und Kollegen nicht im Stich lassen wollte, aber seine Bereitschaft erklärt vorläufig weiterzumachen. Er wurde auch als Vize wiedergewählt. Da nun neue Leute rekrutiert werden konnten, zog er sich zurück. (rm)

Der Souverän stimmte zudem der Totalrevision des Reglementes über Grundeigentümerbeiträge und -gebühren zu. Gleichzeitig werden diverse Reglemente und Gebührenordnungen aufgehoben.

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