Am Mittwoch diskutierte der Gemeinderat über die Resultate einer Umfrage zum geplanten Asylzentrum des Bundes im Schachen. Der Flyer zur Auswertung der Umfrage, der zur Kommunikation an die Bevölkerung verschickt werden soll, wird überarbeitet und dann noch einmal im Rat besprochen.

Rund zwei Drittel der Befragten stehen dem Asylzentrum im Schachen negativ gegenüber und gaben an, sich mit einem Asylzentrum im Dorf verunsichert zu fühlen und sich dann einen höheren Polizeieinsatz zu wünschen.

Für die Umfrage wurde an alle 975 Haushalte ein Fragebogen verschickt. 329 wurden ausgefüllt. Der Gemeinderat nimmt die Ängste und Sorgen ernst, die sich in den ausgefüllten Fragebögen abzeichnen.

Zu gegebener Zeit wird der Rat entsprechend reagieren. «Was man hingegen nicht weiss, ist, wie viele Personen einen einzelnen Fragebogen gemeinsam ausgefüllt haben», erklärte Gemeinderat Toni Ziegler (CVP). Teilweise repräsentiere ein Fragebogen die Meinung einer Einzelperson, andererseits sei von ein paar Anwohnern bekannt, dass sie einen Fragebogen zusammen ausgefüllt hätten.

Der geplante Standort des Asylzentrums (im Kreis) in Deitingen/Flumenthal: Im Spickel zwischen Aare und Autobahn, nordöstlich der Justizvollzugsanstalt Schachen, neben der alten Abwasserreinigungsanlage

Der geplante Standort des Asylzentrums (im Kreis) in Deitingen/Flumenthal: Im Spickel zwischen Aare und Autobahn, nordöstlich der Justizvollzugsanstalt Schachen, neben der alten Abwasserreinigungsanlage

Neubau einer Lagerhalle

Weiter diskutiert wurden im Rat dringende Unterhalts- und Reinigungsarbeiten, die auf den Flachdächern der Zweienhalle ausgeführt werden müssen. Da die Absturzhöhe der Flachdächer der Zweienhalle höher als drei Meter ist, sind Sicherungsmassnahmen gegen einen Sturz über die Dachkante nötig. Die Firma Soba Inter AG wird diese Arbeiten für 30 600 Franken vornehmen.

Das Grundstück an der Industriestrasse 19 wurde aus der Planungszone entlassen, wie es die Bauherrschaft R&F Immobilien GmbH beantragte. Geplant ist der Neubau einer Lager- oder Einstellhalle.

Geplant ist, bei der Einmündung Schulhausstrasse an der Wangenstrasse Abbiege- und Querungshilfen umzusetzen. Die Schachen- und Hofuhrenstrasse sollen teilweise mit einem Trottoir ergänzt und die Strassen instand gestellt werden.

Bei den Erschliessungsplänen von diesen Strassenbauprojekten gingen mehrere Einsprachen ein. Daniel Schreier (FDP) empfahl dem Gemeinderat die zwei Einsprachen gegen die Beitragspflicht für die Wangen-Schulhausstrasse und für die des Nordteils der Schachen- und Hofuhrenstrasse zur Ablehnung. Beide Anwohner gaben als Grund für die Einsprache an, dass die eingeplanten Strassenabschnitte willkürlich seien, was Schreier jedoch dementierte. Der Gemeinderat lehnte die Gesuche deshalb einstimmig ab.

Für den Strassenabschnitt im Südteil der Schachen- und Hofuhrenstrasse reichten zwei Familien Einsprachen ein, da sie bereits bei den Bauarbeiten an der Luterbachstrasse belangt wurden. Diesen Einsprachen gab der Gemeinderat Recht und befreite die beiden Familien von der Zahlungspflicht.

Kindergartenprojekt vertagt

Deitingen pflegt den Grundsatz, die Investitionen über Selbstfinanzierung abzuhandeln und somit bei den Investitionen höchstens rund eine halbe Million Franken pro Jahr auszugeben. Erneut mussten, um dies einzuhalten, Investitionen verschoben werden. 2017 waren zunächst Investitionen für rund eine Million Franken vorgesehen. Ausserdem wird die Rechnung auf dem heutigen Stand vermutlich mit einer halben Million Franken Aufwandüberschuss abschliessen. «Eigentlich dürften wir also gar nicht investieren», so Gemeinderat Michael Tüfer (SVP). Das Projekt Kindergarten wird von 2017 um ein Jahr verschoben, genauso ergeht es der Investition zur Aufbahrungshalle, die von 2018 ins Jahr 2019 geschoben wird. 2017 wird bei den Investitionen die Sanierung der Hofuhrenstrasse dominieren, die an der Gemeindeversammlung 2015 genehmigt wurde.