Lüterkofen-Ichertswil

AEK wehrt sich gegen Vorwürfe und spricht von «Unwahrheiten»

Die AEK wehrt sich gegen die Vorwürfe.

Die AEK wehrt sich gegen die Vorwürfe.

Die AEK nimmt Stellung zu den Vorwürfen, die in der Gemeinderatssitzung in Lüterkofen-Ichertswil erhoben wurden.

Im Artikel «Der AEK-Vertrag wird gekündigt» in der Mittwochausgabe dieser Zeitung seien, aus Sicht der AEK, Unwahrheiten zitiert worden, schreibt die Firma in einer Stellungnahme. Zitiert wurde im Artikel Gemeindepräsident Roger Siegenthaler, der sich im Traktandum «Verpachtung Stromnetz – Erneuerung Vertrag AEK» äusserte.

So schreibt die AEK zur Aussage von Siegenthaler «die AEK ist 4 Rappen teurer geworden», dass sie ihre Strompreise von 2017 auf 2018 um durchschnittlich rund 1,3 Rappen (ohne KEV und Abgaben) erhöhte. Zur weiteren Aussage von Siegenthaler «die Partnergemeinden haben gefordert …» erklärt die AEK, dass die Partnergemeinden nicht gefordert haben. «Die AEK hat ihre Partnergemeinden rechtzeitig und transparent über die Veränderungen (das neue Beschaffungskonzept aufgrund von Gestehungskosten) informiert und von sich aus proaktiv ein Angebot gemacht. Anschliessend hat sie die Vertragsverhandlungen mit ihnen aufgenommen und zusätzlich noch eine Fristverlängerung von sechs Monaten gewährt. Diese Fristverlängerung ermöglichte den Gemeinden, einen neutralen Berater zur Prüfung des Angebots beizuziehen», so die AEK in ihrer Stellungnahme.

Auch Siegenthalers Aussage «die AEK ist noch immer der teuerste Anbieter» stimme laut AEK nicht: «Die Strompreise ‹all in› der AEK sind verglichen mit anderen regionalen Anbietern in der Region im Mittelfeld. Bei den Netzpreisen ist die AEK im regionalen Vergleich sogar bei den günstigsten Anbietern.»

Zwar stimme es, so die AEK in ihrer Stellungnahme, dass Roger Siegenthaler die Einwohner von Lüterkofen informierte, er habe den Vertrag gekündigt. Eine vorzeitige Kündigung sei dank einer Ausstiegsklausel auch möglich, welche Siegenthaler bei den Vertragsverhandlungen mit der AEK abmachte. Die Ausstiegsklausel ist erfüllt, wenn die AEK 2 Rappen teurer ist, als andere regionale Anbieter. «Da die AEK nie so viel teurer war und ist, war diese vorzeitige Kündigung nicht rechtens. Das haben wir Roger Siegenthaler natürlich schriftlich mitgeteilt.»

«Ist für mich befremdend»

Roger Siegenthaler möchte auf Anfrage nicht auf alle Punkte eingehen und über die Zeitung eine Meinungsverschiedenheit austragen. «Dennoch ist es befremdend, dass die AEK sogar gegenüber den Medien, welche eine aufklärende Aufgabe haben, bei ihren Unwahrheiten bleibt», so Siegenthaler. Als Beispiel nennt Siegenthaler das AEK-Versprechen anlässlich der Gemeindeversammlung 2016, keine Preiserhöhung vorzunehmen. «Das wurde nicht eingehalten, ist offensichtlich und kann in den Protokollen nachgelesen werden.» (mgt/uby)

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