Messen
Adliges Konzert-Thema der Musikgesellschaft ist reiner Zufall

Hans Blaser
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Haben am Wochenende geheiratet: Meghan und Harry.

Haben am Wochenende geheiratet: Meghan und Harry.

Steve Parsons

Jeweils nach den Sommerferien beginnt für die Musikkommission der Musikgesellschaft Messen die Suche nach dem Thema für den zweiten Teil beim Frühlingskonzert des folgenden Jahres. Dessen Termin steht dann bereits fest. Diesmal entschied man sich für den Hochadel. Dabei dachte man an wirkliche Monarchien. Man hatte aber Zweifel, ob die genügend musikalisches Material hergeben.

Man war deshalb bereit, auch sinnbildliche Bezüge zu tolerieren. Als dann später das Datum der Prinzenhochzeit in England bekannt wurde, freute man sich natürlich. Sie wurde zufällig exakt auf den Termin des Frühlingskonzertes angesetzt.

Besser hätte das Thema also nicht passen können. Es lag an den Musikantinnen und Musikanten unter der Direktion von Walter Krebs, dieses auch umzusetzen.

Kurz nach ihrer Hochzeit in Windsor haben sich Prinz Harry und seine Frau Meghan auf der Treppe der Kapelle einen kurzen Kuss gegeben.
55 Bilder
Der Kuss aus einer anderen Perspektive.
Der Kuss in der Nahaufnahme.
Das Paar zeigt sich den wartenden Menschen vor Schloss Windsor ...
Ein malerisches Bild, oder?
Märchenhochzeit von Meghan Markle und Prinz Harry (2)
Das Paar steigt die lange Treppe hinunter ...
Ihnen folgen Prinz Charles mit Doria Ragland, Meghan Markles Mutter (links), sowie Camilla.
Prinzessin Charlotte verlässt nach der Zeremonie die Feier ...
... mit ihrer Mutter, Prinzessin Kate.
Prinz William, der Duke of Cambridge, mit seinem Sohn Prinz George.
Viel Volk vor Schloss Windsor, das sich in der Nähe von London befindet.
Das Paar in der Kutsche.
Der Ring, den Meghan trägt, soll übrigens von Lady Di stammen, der tödlich verunglückten Mutter von Prinz Harry.
Die Menge jubelt dem frisch vermählten Paar zu.
Harry sagt am Schluss der Kutschfahrt zu Meghan: "Jetzt bin ich bereit für einen Drink!"
Blick zurück zur Zeremonie: Hier sagen Harry und Meghan Ja!
Was die beiden wohl zu tuscheln hatten? Prinz William und seine Frau Kate während der Zeremonie.
Der Erzbischof von Canterbury erklärte das Paar zu Mann und Frau.
Blick in die "St. George's Chapel" von Schloss Windsor.
Nun ist die Zeremonie vorbei.
Später, vor der abendlichen Party, ziehen sich die beiden um und zeigen sich nochmals kurz der Presse.
Es handelt sich um einen Jaguar mit Baujahr 1968.
Der Jaguar wurde zum abgasfreien E-Auto umgebaut.
Und noch einige Impressionen vor der Zeremonie: Hier auf dem Weg zur Kirche.
Jöö: Prinzessin Charlotte (rechts) fährt im Auto zur Kirche.
Braut-Mutter Doria Ragland, Prinz Charles and Camilla.
Sie sind aus dem Häuschen.
Sie nicht weniger...
Queen Elizabeth und Prinz Philip, die Grosseltern von Prinz Harry.
Mitglieder der königlichen Familie.
Wir erhaschen einen ersten Blick von Meghan in ihrem Brautkleid.
Tennisstar Serena Williams und ihr Ehemann Alexix Ohanian bei ihrer Ankunft.
Prinzessin Charlotte ist die Tochter von William und Kate.
Die strahlende Braut mit ihrer Mutter.
Ein schlichter Traum in Weiss: das Brautkleid von Meghan.
Auch die Beckhams (im Bild David und Victoria) mischen sich unter die Hochzeits-Gäste.
Prinz Harry mit seinem Bruder William auf dem Weg zur Kirche.
Die schwangere Pippa, Schwester von Herzogin Kate, ist auf dem Schlossgelände eingetroffen.
Zu den prominenten Gästen gehören Sänger James Blunt...
...US-Moderatorin Oprah Winfrey...
... Schauspieler Idris Elba...
... sowie George Clooney mit seiner Ehefrau Amal.
In bester Laune bereits vor dem grossen Moment.
Fans des britischen Königshauses warten am Samstagmorgen vor der St.-Georgs-Kapelle, wo sich Harry und Meghan das Jawort geben.
Meghan ist heute nicht die einzige Braut in Weiss.
Enthusiastische Fans freuen sich auf die Hochzeit.

Kurz nach ihrer Hochzeit in Windsor haben sich Prinz Harry und seine Frau Meghan auf der Treppe der Kapelle einen kurzen Kuss gegeben.

Ben Birchhall

Mit vollen Segeln

Daran liessen sie nach dem ersten konventionellen Teil jedoch keinen Zweifel. In diesen stiegen sie ganz im Sinn des Titels «Mit vollen Segeln». Die Illusion bauchig geblähter Tücher mag der Komponist Klaus Strobel bei diesem Konzertmarsch tatsächlich vor Augen gehabt haben. Hinter der munteren Pikkolo-Stimme könnte man sich sogar die fiktive Brise vorstellen, die in Stagen und Wanten pfeift.

Tatsächlich dachte Strobel offenbar eher an die Mühsal, mit der er sich als Kapellmeister täglich bemühen muss, um das Schiff, also die Kapelle voranzutreiben. So schwierig schien das in Messen nicht zu sein. Ob in Steven Ponsfords «Let there be light» die Antwort verborgen liegt, wurde nicht verraten.

Mit dem ging es in die Pause. Zuvor hatten die Messener jedoch noch ihr Paradestück auf den Notenpulten. Wieder war es eine Komposition von Steven Reineke. Dieser scheint sich wirklich langsam zu ihrem Lieblingskomponist zu entwickeln. Als Meister der Programmmusik hat er sich diesmal in der nordischen Götterwelt bewegt. Entstanden ist mit «Fate of the Gods» wieder eine faszinierende Komposition. Wie üblich haben sich die Messener richtiggehend darin vertieft. Das Resultat konnte nur die gepflegte Interpretation werden, die zu geniessen war.
Bevor die Messener überhaupt die Bühne betraten, erhielt die Musikschule Bucheggberg einen Auftritt. Unter der Leitung von Bernhard Wüthrich und mit etwas Verstärkung erfreuten die Musikschüler das Publikum mit vier gefälligen Musikstücken.

Elton John und Sissi

Das gefällige Arrangement von Sawako Yamazato zum Queens-Titel «Don’t stop me now» nutzte die Musikgesellschaft für den Einstieg in den zweiten Konzertteil. Der bot viel Musik mit noch mehr Gefühl. Gerade an diesem Tag natürlich mit Elton Johns «Candle in the Wind», gefühlvoll arrangiert von Jay Bocook. Silvester Levagy bemühte sich, mit «Elisabeth» näher an der echten Kaiserin zu sein, als die Sissi-Filme. Mit Respekt verarbeitete Johan de Meij Teile daraus für Blasorchester. Mit dem genau gleichen Respekt haben sie die Messener umgesetzt.

Dass es auch handfest und gleichzeitig adelig zugehen kann, wurde mit dem Konzertmarsch «The March King» von Leonard B. Smith gezeigt. Auch bei den Zugaben blieben die Messener beim Thema. Da passt auf den ersten Blick der Name Benny Goodman kaum. Wenn man aber weiss, dass dieser als King of Swing bezeichnet wurde, wird auch diese Wahl verständlich. Schliesslich ist es wirklich tolle Musik.

Sie wurde offensichtlich auch gern gespielt und sorgte für Freude beim Publikum. Dieses forderte eine weitere Zugabe. Tatsächlich hielten die Messener mit dem «King Cobra March», einem Konzertmarsch von David Shaffer noch eine bereit.