Alte Schulanlage Aetingen

Abgabe des Areals im Baurecht oder doch noch ein Verkauf?

Ist Teil des Areals: Das alte Schulhaus Aetingen.

Ist Teil des Areals: Das alte Schulhaus Aetingen.

Die Verkaufsdokumentation für die Schulanlage Aetingen ist auf der Homepage der Gemeinde Buchegg öffentlich einzusehen.

Das ehemalige Schulareal in Aetingen steht zum Verkauf. Das Grundstück befindet sich am westlichen Ortsrand von Aetingen, etwas erhöht zwischen Wald und Hauptstrasse, grenzt westlich an Landwirtschaftsgebiet an und bietet gegen Süden freie Sicht auf das Limpachtal und auf die Gipfel der Berner Alpen. Das alte Schulhaus wurde 1937 gebaut und 1994 mit dem Anbau eines Schulzimmers und einem Kindergartentrakt mit Zivilschutzanlage ergänzt. Seit dem Sommer 2010 wird das Schulhaus nicht mehr genutzt, weil das Schulwesen im Bucheggberg zentralisiert wurde. Die Gemeinde Buchegg, der das Areal seit der Fusion gehört, möchte die knapp 5900 Quadratmeter im Baurecht abgeben. Möglich ist aber auch der freie Verkauf. In letzterem Fall müsste ein Käufer drei Mio. Franken aufwerfen.

Gestaltung vorgeschrieben

Ein Investor kann auf dem Schulareal nicht einfach bauen, was ihm gefällt. Das Schulareal ist der Spezialzone alte Schulanlagen SaS zugeordnet und zudem liegt ein Gestaltungsplan mit Sonderbauvorschriften über dem Grundstück. Das soll gewährleisten, dass nur in die Gegend passende Neubauten realisiert werden. Konkret dürfen drei Baufelder für Neubauten genutzt werden: Vorgesehen sind ein Doppel- und zwei Einfamilienhäuser in der Form von sogenannten Punktbauten. Zugelassen sind zudem nur eingeschossige Flachdachbauten ohne Attika. Die Flachdächer müssen begrünt werden. Solar- oder Fotovoltaikanlagen sind zulässig. Auch die Gebäudehöhen sind vordefiniert und bewegen sich zwischen 5 und 11 Metern. Die Neubauten müssen zwingend an den bestehenden Fernwärmeverbund angeschlossen werden.

Vor allem Wohnnutzung

Drei Baufelder sind heute bereits bebaut. Diese Bauten müssen erhalten werden, dürfen aber umgebaut und umgenutzt werden. Das Schulhaus würde so zu einem Mehrfamilienhaus. Gewünscht wird quer über das ganze Areal ein möglichst breiter Wohnungsmix mit Wohnungen in der Grösse von 2,5 bis 6,5 Zimmern. Die Wohnnutzung steht klar im Vordergrund. Eine untergeordnete Nutzung durch nichtstörende Dienstleistungs- und Gewerbebetriebe wäre aber möglich. Wert wird zudem auf eine gute architektonische Qualität gelegt.

Vorgesehen sind laut Sonderbauvorschriften eine Holzrahmenkonstruktion, eine Pfosten-Riegel-Konstruktion oder eine geschlossenen Fassade (Holzschalung-Beton, kein Verputz). Einzäunungen, Lärm- und Schutzwände sind unerwünscht. Die heute bestehende Baumallee soll erhalten und für den Langsamverkehr genutzt werden.

Die öffentliche Erschliessung soll dieses Jahr realisiert werden. Das Areal wird voll erschlossen verkauft oder im Baurecht abgegeben. Eine allfällige Parzellierung und die definitive Feststellung der genauen Parzellengrössen der jeweiligen Baufelder, sowie der Miteigentumsbereiche erfolgt nach Fertigstellung der Erschliessung.

Gestaltungsplan Alte Schulanlagen Aetingen

Gestaltungsplan Alte Schulanlagen Aetingen

In der Verkaufsdokumentation, die auf der Homepage der Gemeinde Buchegg aufgeschaltet ist, wird der Landwert der vordefinierten sieben Baufelder mit rund 1,8 Mio. Franken ermittelt. Diese Werte bilden die Grundlage sowohl für den Verkauf, als auch für die Berechnung der Baurechtszinsen. Das Baurecht soll für 100 Jahre gewährt werden. Insgesamt würde die Gemeinde in diesem Fall rund 27 000 Franken pro Jahr einnehmen. Bei einem freien Verkauf gelten die Baufeld-Landwerte als Mindestgebot, dazu kommen die beiden Gebäude, die mit einem Wert von total 1,2 Mio. bewertet werden. Werden die Grundstücke verkauft, dann würden mindestens 3 Mio. Franken in die Gemeindekasse gespült.
Angebote sind bis Ende Januar an den Gemeinderat der Gemeinde Buchegg zu richten.

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