Gerlafingen

Abbruch-Bauernhaus durch Feuer vollständig zerstört – auch Schäden in der Nachbarschaft

In Gerlafingen ist in der Nacht auf Dienstag ein leerstehendes Bauernhaus durch einen Brand vollständig zerstört worden. Verletzt wurde niemand. Beim Gebäude handelte es sich um ein Abbruchobjekt.

Grossbrand mitten im Dorf: Am Dienstag, gegen 0.15 Uhr, gingen bei der Kantonspolizei Solothurn mehrere Meldungen ein, dass in Gerlafingen ein Bauernhaus brennt. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte stand der Ökonomieteil des alten Bauernhauses an der Hauptstrasse 20 in Gerlafingen bereits in Vollbrand.

«Ich habe sofort die ganze Feuerwehr aufgeboten», erklärt Feuerwehr-Kommandant Sascha Egger. 5 bis 7 Minuten später sei die Feuerwehr vor Ort gewesen. «Das Feuer hat nach einer halben Stunde auch auf das Wohnhaus übergegriffen.» Dieses steht seit längerem leer. Alle Gebäude auf dem Areal, Hauptstrasse 18, 20 und 22, werden bald einer Überbauung Platz machen. Es gab beim Brand keine Verletzten.

Von den benachbarten Feuerwehren hat Egger einen Hubretter sowie eine Autodrehleiter angefordert, «damit wir in die Höhe kamen». Die Feuerwehr habe in der Folge alles dafür getan, dass das mächtige Feuer, verursacht durch die Holzkonstruktion des Ökonomieteiles, nicht auch noch auf die benachbarten Häuser übergreift. Aus diesen hat die Polizei die Bewohner vorsorglich evakuiert.

Leeres Bauernhaus auf Grund von Brandstiftung niedergebrannt?

Leeres Bauernhaus auf Grund von Brandstiftung niedergebrannt?

In der Nacht auf Dienstag brannte in Gerlafingen ein leerstehendes Bauernhaus. Die Feuerwehr konnte das Gebäude nicht mehr retten und es wurde vollständig zerstört. Einige Anwohnerinnen und Anwohner vermuten, dass das Feuer absichtlich gelegt wurde.

Wirrwarr von verkohlten Balken und Gegenstände

Am Morgen nach dem Brand sind nur noch verkohlte Balken, verkohlte Fahrräder und weitere undefinierbare Gegenstände zu sehen. Glutreste schwelen, stinkender Rauch zieht über das Areal. Das Feuer des Ökonomieteils hat ein abgestelltes Fahrzeug in der Nachbarschaft in Brand gesetzt. Bei einem weiteren Fahrzeug sind die Heckleuchten und die Farbe des Hecks in der Hitze geschmolzen, ebenso die Farben der Strassenschilder. Beim Nachbarhaus, vom Ökonomieteil einzig getrennt durch die Nebenstrasse, brannten die Fensterrahmen und platzten die Scheiben.

Auch das Haus auf der gegenüberliegenden Seite des Areals, das an das Wohnhaus grenzt, musste mit Wasser geschützt werden. Glücklicherweise stehen dort hohe Bäume zwischen den Häusern und schützten das Nachbarhaus, dessen Bewohnerin in Gedanken versunken am nächsten Morgen die Sache vom abgebrannten Wohnhaus aus betrachtet. «Wir hatten viel Glück. Und die Bäume sehen erstaunlich gut aus.»

Laut Kantonspolizei standen 80 Angehörige der Feuerwehren Gerlafingen, Biberist, Derendingen und Halten sowie Polizei-Patrouillen im Einsatz.

Bei der Liegenschaft handelt es sich um die im Volksmund genannte «Wigger-Hütte», das älteste Haus in der Gemeinde. Das leerstehende Bauernhaus mit Scheune sollte abgebrochen werden. Ein Privatinvestor wollte stattdessen ein modernes Wohn- und Geschäftshaus mit Tiefgarage errichten. 

Die Polizeibilder vom April:

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