Ladeneröffnung

Ab und zu unverpackte Waren einkaufen — neuer Bioladen eröffnet in Langendorf

Verena Roth (64) und Gizem Alpagat (25) wollen mit ihrem neuen Bioladen etwas gutes für die Umwelt tun.

Verena Roth (64) und Gizem Alpagat (25) wollen mit ihrem neuen Bioladen etwas gutes für die Umwelt tun.

Am Samstag eröffnet in Langendorf ein neuer Bioladen. Mit «Ab und zu unverpackt» setzten die beiden Gründerinnen grossen Wert auf regionale und nachhaltige Produkte.

«Wir wollten etwas Sinnvolles mit einem Wert für die Umwelt machen», erklären Verena Roth und Gizem Alpagat. Sie sind die beiden Gründerinnen von «Ab und zu unverpackt». Am Samstag eröffnen sie ihren neuen Bioladen an der Weissensteinstrasse in Langendorf.

«Die Grundidee kam von Verena», sagt die 25-jährige Gizem Alpagat. «Ich und mein Mann haben dieses Hausabteil gekauft», erklärt dazu die 64-jährige Verena Roth. Gizem Alpagat ist die Partnerin ihres Sohnes. Deshalb habe sich die Zusammenarbeit angeboten. Sie könne sich keine bessere Geschäftspartnerin vorstellen als Gizem Alpagat, die meint: «Es ist haarsträubend, wie viel Abfall die Menschen täglich produzieren.» Mit dem Laden wollen sie eine nachhaltige, stressfreie Einkaufsatmosphäre bieten.

«Wichtig ist uns vor allem, dass die Produkte aus dem regionalen und fairen Handel stammen und wenn möglich verpackungsfrei sind», bemerkt Alpagat. Je nachdem würden sie auch ein Projekt im Ausland unterstützen. «Es ist nicht immer nur schlecht, wenn etwas aus dem Ausland kommt».

Gut gelegen an der Hauptstrasse

Umfassend stehen Nachhaltigkeit und Abfallvermeidung bei «Ab und zu unverpackt» im Fokus. Viele Menschen seien bereit dafür, ein wenig mehr für ein nachhaltiges Produkt zu zahlen. «Wir bieten jedoch auch tiefere Preissegmente an», versichert Alpagat. Auch der Standort sei von Vorteil. «Wir haben eine gute Lage direkt an der Hauptstrasse», findet Alpagat. Dass der Laden sich dort in der Nähe von Migros und Coop befindet, sei für sie kein Nachteil. «Natürlich bietet der Detailhandel in Langendorf auch Bio und nachhaltige Produkte an.»

In ihrem Laden wollen sie deshalb Ware anbieten, welche in den Supermärkten nicht vorhanden sind. Dazu gehören unter anderem Süsskartoffelchips, unverpackter Kaffee und Olivenöl. Auch handgemachte Produkte wie Seifen seien im Sortiment. «Der Konkurrenzgedanke macht bei unserem Geschäftsmodell keinen Sinn», ergänzt Roth.

Bisher gab es nur positive Rückmeldungen

Die Idee sei es, dass die Kunden bei ihnen einkaufen und ergänzende Produkte in anderen Lebensmittelgeschäften besorgen würden. «Der Laden ist eher klein. Nach der Rennovation waren wir jedoch erstaunt, was alles Platz hat», so Roth. Bereits ein paar Tage vor der Eröffnung, weckt das Lokal an der Weissensteinstrasse Neugierde. Einige Passanten bleiben vor dem Schaufenster stehen. Andere plaudern mit den beiden Gründerinnen, die vor ihrem neu renovierten «Lädeli» sitzen. Die Rückmeldungen seinen bisher sehr positiv. «Die Passanten fragen, wann wir eröffnen. Das motiviert uns sehr», findet Alpagat.

Die Besitzerin des Ladenlokals, Verena Roth, wohnt schon seit 41 Jahren in Langendorf. Bis zu ihrer Pensionierung Anfang Jahr leitete sie während 17 Jahre die Kita Sunneschyn. «Dadurch kenne ich fast alle Familien im Dorf.» Sie und Gizem seien ein ungewöhnliches Gespann. Es sehe lustig aus, wenn sie gemeinsam auftreten.

Es ist jedoch nicht das erste Mal, dass sie zusammenarbeiten. «Ich habe vorher bei Verena im Sunneschyn gearbeitet», erklärt Alpagat. Nun freut sie sich auf einen neuen Lebensabschnitt. Denn: «Es ist ein tolles Gefühl zu wissen, dass man jeden Tag an etwas arbeiten wird, das man gerne macht», findet Alpagat.

Der Laden eröffnet früher als geplant

«Wir wollten eigentlich erst im Herbst eröffnen», verrät Roth. Der Laden sei früher frei geworden, als geplant. Seit Anfang Jahr laufen die Vorbereitungen. «Im Frühling hat Gizem ein Praktikum bei der Marktecke in Olten gemacht, um Erfahrungen zu sammeln.»
Auch im Nachhinein seien sie von den dortigen Geschäftsleitern beraten worden. «Ich konnte so unser Projekt viel effizienter aufbauen», ergänzt Alpagat. Ein solcher Laden brauche viel Vorbereitungszeit. «Dazu gehören Aufgaben wie das Einrichten des Kassensystems, die Buchhaltung sowie der Kontakt zu Lieferanten.»

Guter Zeitpunkt für Eröffnung trotz Coronakrise

Bezüglich Lebensmittelvorschriften hätten sie bereits alles mit den zuständigen Ämtern abgeklärt. «Im Rahmen der Kita haben wir stets mit ähnlichen Vorschriften gearbeitet. Die Richtlinien sind deshalb nichts Neues für uns», so Roth. Die Anzahl Kunden in ihrem Laden würden sicherlich beschränkt sein. Trotz der momentanen Coronasituation sei es ein guter Zeitpunkt für die Eröffnung. «Vielen ist nun eine gute und gesunde Ernährung umso wichtiger.» Die Vorbereitungen seien zwar anstrengend gewesen, hätten jedoch Spass gemacht. «Wir sind aber froh, wenn es endlich anfängt.»

https://www.abundzuunverpackt.ch/

Verwandte Themen:

Meistgesehen

Artboard 1