Tscheppach
Aareholz hat zwei neue Genossenschafter – Achtung vor dem Borkenkäfer

Die 5. Generalversammlung der Genossenschaft Aareholz Region Biel/Solothurn wurde von 9 Genossenschaftern sowie 18 Waldbesitzervertretern und Gästen besucht.

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Die geschwächten Fichten sind anfällig für Borkenkäfer.

Die geschwächten Fichten sind anfällig für Borkenkäfer.

Walter Schwager

Der Vortrag über das Wertholz von Carlo Aegerter war auch für die zuhörenden Fachpersonen lehrreich und spannend. Als Wertholz fallen zirka 0,5 bis 2 Prozent der Nutzung an, das sind sehr wertvolle und somit gesuchte Holzstämme. Die gesuchtesten Hölzer sind zurzeit: Eiche, Nussbaum, Riegelahorn und Lärche.

Die beiden Genossenschaftsanwärter Forstbetrieb Burgdorf, vertreten durch Betriebsleiter Simon Rieben, und Forst Oberaargau, vertreten durch Betriebsleiter Markus Bürki, wurden mit einem kräftigen Applaus herzlich in die Runde aufgenommen. Somit zählt die Genossenschaft Aareholz neu 13 Forstbetriebe und dazu noch die Bürgergemeinde Bellach, total 12 414 Hektaren produktive Waldfläche.

Achtung Borkenkäfer

Die «Burglind»-Schäden sind im Gebiet der Genossenschaft Aareholz grösstenteils aufgerüstet. Es hat auch in den Wäldern der Region mehr Sturmholz gegeben, als Anfang Januar von den Förstern geschätzt wurde. Allerdings sei die Holzmenge der Streuschäden sehr schwierig abzuschätzen. Leider hätten die angefallenen Holzmengen die Holzlager der Holzabnehmer massiv überfüllt, das heisst «die Löcher sind bis Ende Jahr voll».

Die geschwächten Fichten (trockene Jahre 2015/2017) sind diesen Sommer sehr anfällig für den Borkenkäfer (Buchdrucker). Das verlange von den Förstern viel Aufmerksamkeit, damit die befallenen Bäume schnell entdeckt und umgehend aus den Wäldern entfernt werden. Die Fichte ist für die Forstbetriebe ein «Brotbaum» und für die Sägereien das wichtigste Sagholz. Da in den Sägereien die Lager übervoll sind von Fichtensagholz, sei der Absatz von Käferholz sehr schwierig. (mlb)