Jubiläum
99 Luftballons als Jubiläums-Vorboten des Männerchors Etziken

Der Unterhaltungsabend des Männerchors Etziken stand im Zeichen der Vorfreude auf die 100-Jahr-Feiern.

Agnes Portmann-Leupi
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Männerchor Etziken.

Männerchor Etziken.

Agnes Portmann-Leupi

Die Zahl 99 war allgegenwärtig. Auf der Einladung zum Konzert verewigten sich in dieser Zahl die lachenden Gesichter der Männerchor-Mitglieder. Im Foyer der Mehrzweckhalle formten Primelstöckchen und kleine Luftballons, umrahmt von blühenden Obstzweigen, die geschichtsträchtige Zahl. «99 Jahre ist nicht ohne», definierte Präsident Walter Gloor in seiner Begrüssung das Bestehen des Männerchors und wies stolz auf das grosse Jubiläum im nächsten Jahr hin. Zum Konzertauftakt liess der Chor auf den letzten Akkord des nicht ganz einfachen Popsongs «99 Luftballons», 99 Ballons in die Höhe steigen.

Freude am Singen spürbar

«Sie pflegen Freundschaft, bereichern die Kultur und machen andern Freude. Sie singen Volkslieder, klassische Männerchorliteratur aber auch Operetten und Schlager», beschrieb Moderatorin Barbara Flury den Männerchor. In zwölf Liedern liessen die 17 Sänger unter der Leitung von Robert Flury ihre Freude am Gesang spüren. Sie machten singend klar «Du kannst nicht immer 17 sein», beschwichtigen aber, dass der Sommer der Liebe auch mit Silberhaaren noch anhält. Viele Lieder verlockten das Publikum zum Mitsummen. So etwa die «Golden Western Songs», arrangiert von Otto Groll. «Komm und sei mein Passagier», so luden die Männer mit dem «Fliegermarsch» aus der Operette «Der fliegende Rittmeister» das Publikum ein. Denn «In der Luft gibts keine Räuber und keine Steuer, kein Hundefutter und keine Schwiegermutter». Eindrucksvoll besangen sie als «Chor der Studenten» aus «Hoffmanns Erzählungen» das Leben in der Kneipe, in welcher die Becher bis zum Rand mit Wein oder Bier gefüllt werden. Überzeugend träumte der Chor in Udo Jürgens «Ich war noch niemals in New York» davon, einmal verrückt zu sein und aus allen Zwängen zu fliehen. Die Lieder begleitete bravourös, mit vielen Zwischenspielen, Roman Halter am Klavier.

Als Gast lud der Männerchor das fünfköpfige «Quintêtes» ein, das seit rund vier Jahren in den unterschiedlichsten Stilrichtungen wie Barock, Klassik, Romantik, Neuzeit, Jazz und Folklore aufspielt. Im «Bläserquintett Nr. 3 in F-Dur» von Giuseppe Cambini und in «Five Easy Dances» von Denes Agay unterstrichen die Musiker ihr grosses Können. Wunderschön hörten sich die Instrumente an, ob im Solo oder gemeinsam – die Flöte mit Sabine Jud, die Oboe mit Ulrich Bessire, die Klarinette mit Urs von Lerber, das Fagott mit Robert Stark und das Horn mit Rolf Krähenbühl.

Grossen Applaus zollte das Publikum dem Männerchor und dem «Quintêtes» für das gemeinsam vorgetragene «Forellenquintett» von Franz Schubert und für den «Jägerchor» aus «Der Freischütz» von Carl Maria von Weber.