Die Schulanlage Bleichematt wurde in der 1950er-Jahren erbaut. Die Bausubstanz sei gut, erklärte Beat Affolter (Präsident Kommission für Schulraumplanung, KSRP) im Gemeinderat. In den letzten 30 Jahren sei nur der minimale Unterhalt gemacht worden, eine Gesamtsanierung gab es nie.

Im Rahmen der Gesamtstrategie der Schulenplanung in der Gemeinde Biberist soll die Primarschule in den Schulhäusern Bleichematt und Mühlematt angesiedelt werden. Das Mühlemattschulhaus ist bereits saniert. Nun stehe der Umbau des Bleichemattschulhauses an. «Machen wir hier nichts, dann muss die Anlage irgendwann abgerissen werden», so Affolter.

Die Schulanlage Bleichematt soll innen umfassend erneuert werden. Dach und Fassade werden nicht angerührt. Ein Mehrwert wird sich durch den Einbau grösserer Fenster im Untergeschoss des Klassentraktes ergeben. Nach der Sanierung können die Zimmer als vollwertige Klassenzimmer genutzt werden.

Mit der Sanierung wird zudem den verschärften Brandschutzmassnahmen Rechnung getragen. Es sollen hindernisfreie Zugänge geschaffen werden. Die Räumlichkeiten werden an die heutigen modernen Unterrichtsnormen angepasst. Die Sanierung wird auf total 8,7 Millionen Franken veranschlagt.

Diskussion um den Schülerhort

Mit der Sanierung soll der SchülerInnen-Hort in die Bleichematt verlegt werden. «Wie viele Kinder werden heute betreut und wie viele könnten in den neuen Räumlichkeiten aufgenommen werden?», wollte Stephan Hug (SP) wissen. Er nimmt an, dass mit der Verlegung des Hortes ins Zentrum eine grössere Nachfrage entsteht.

«Es wäre schade, wenn der Platz in wenigen Jahren schon wieder zu knapp ist.» Gesamtschulleiterin Andrea Meister beruhigte. Heute würden rund 15 Kinder pro Tag betreut. In der Bleichematt könnten es verteilt auf drei Räume bis zu 40 Mädchen und Knaben sein.

Diskussionen gab es auch wegen der Lüftung im Singsaal. Die Architekten empfehlen den Einbau einer Lüftung, die KSRP hat aus Kostengründen (rund 170 000 Franken) darauf verzichtet.

«Wenn wir mit den Kosten gut drinliegen, dann ist es möglich, dass wir die Lüftung doch noch realisieren», so Martin Ast (Mitglied KSRP). Der Baubeginn für die Sanierung ist im Juni 2017 vorgesehen. Baugesuch und Arbeitsvergaben sollen bis Ende Jahr vollzogen sein. Die Bauzeit dürfte rund zwei Jahre dauern.

Die Sanierung muss noch von der Gemeindeversammlung und dann an der Urne abgesegnet werden.