Derendingen

54 von 63 Emmenhof-Einsprachen hat der Gemeinderat abgewiesen

So soll das Grossprojekt Emmenhof einst aussehen.

So soll das Grossprojekt Emmenhof einst aussehen.

Der Gestaltungsplan zum Emmenhof-Areal, der ein Hochhaus ermöglicht, hat zu 63 Einsprachen geführt. In einem Bericht werden die Einsprache-Entscheide des Gemeinderates erklärt. Er hatte den Grossteil der Einsprachen abgewiesen.

Die Einsprachen zum Gestaltungsplan Emmenhof-Areal Derendingen, der auch ein 52 Meter hohes Gebäude ermöglicht, wurden vom Gemeinderat behandelt und beantwortet. Von den insgesamt 63 Einsprachen fallen zwei wegen Rückzug weg, eine Einsprache konnte teilweise mit einer Vereinbarung erledigt werden, sechs wurden mit Dienstbarkeiten im Grundbuch erledigt, die restlichen wurden abgewiesen.

Die Vereinbarung wurde mit der AEK Energie AG erzielt. Sie verlangt, dass ihre Ferndampfleitung planerisch berücksichtigt wird.

In einem Bericht beschreiben die Behörden den Prozess der bisherigen Verhandlungen zu den Einsprachen. Demnach einigten sich die Einsprecher an der ersten Instruktionsverhandlung im September auf Antrag des Vorsitzenden Gemeindepräsident Kuno Tschumi (FDP) auf eine Bündelung der wichtigsten Einsprachepunkte sowie eine Dreierdelegation.

An der zweiten Verhandlung wurde erwogen, die maximale Gebäudehöhe des Hochhauses mittels Dienstbarkeit auf 30 Meter zu reduzieren, wenn in der Folge alle Einsprachen zurückgezogen würden. Mit einer solchen Einigung müsste der Gestaltungsplan nicht neu aufgelegt werden. Es wurden dann nur gut die Hälfte der Einsprachen zurückgezogen, womit die Einigung nicht zustande kam. Weiterhin steht der Original-Gestaltungsplan zur Entscheidung.

Mit der Besitzerin der Liegenschaft Emmenhof 10 sowie deren Mieterschaft konnte in einer weiteren Verhandlungsrunde eine Einigung bezüglich des Grenzabstandes abgeschlossen werden.

15 Einsprachepunkte
Im Bericht zum Entscheid schreibt der Gemeinderat von insgesamt 15 Einsprachepunkten. Auf drei Einsprachepunkte ist der Gemeinderat nicht eingetreten. Diese betreffen Befürchtungen in Bezug auf eine Gefährdung der Gewässer, einen anderen Gestaltungsplan, der abgewartet werden soll, sowie gefährdete Arbeitsplätze, weil die aktuell einmietenden KMU wegmüssten. Ein Punkt betrifft die Vereinbarung mit der AEK. Auf die restlichen Einsprachepunkte wurde eingegangen und alle abgewiesen.

Als Beispiel sei der Einsprachepunkt Gebäudehöhe des Hochhauses erwähnt. So wird auf das bestehende Hochhaus am Dorfeingang sowie die beiden nahen Kirchtürme hingewiesen. «Türme in dieser Höhe sind somit für das Dorfbild nicht aussgewöhnlich», so die Autoren des Berichts.

Das neue Raumplanungsgesetz und die neue Siedlungsstrategie des Kantons verlangten zudem nach einer Verdichtung und Erhöhung der Bausubstanz in den dafür geeigneten Ortschaften und deren Ortsteilen. Das Herz der Gemeinde schlage im Zentrum, wo nicht nur publikumsorientierte Nutzungen, sondern auch bevorzugte Wohnlagen geschaffen werden sollen. Wie vom anderen Hochhaus bekannt, seien ab dem sechsten Geschoss Alpen, Mittelland, Jura und Emme zusehen.

«Die meisten Bewohner dort wollen aus diesen Gründen nicht mehr aus dem Hochhaus wegziehen.» Dasselbe werde im Emmenhof-Areal angestrebt. Dort seien die vier unteren Geschosse als Büro- und Geschäftsräume mit grösserer Raumhöhe konzipiert und die höher gelegenen als Wohnungen.

Das Hochhaus werde aber erst in der letzten von fünf Etappen erstellt, also in 10 bis 15 Jahren. Geprüft wurde auch der Schattenwurf des Hochhauses. Eine Studie habe ergeben, dass der Schatten des Hochhauses die Nachbarparzellen nicht signifikant beeinträchtige. In der Folge wurde dieser Einsprachepunkt abgewiesen.

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