Lohn-Ammannsegg
50 Jahre Waldhaus: Vom kleinen «Holzerhüttli» zum heimeligen Eventhaus

Das Waldhaus der Bürgergemeinde Lohn feiert das 50-Jahr-Jubiläum.

Stefan Luterbacher
Merken
Drucken
Teilen
Für den Bau des Waldhauses der Bürgergemeinde Lohn wurde vor 50 Jahren Sturmholz verwendet.

Für den Bau des Waldhauses der Bürgergemeinde Lohn wurde vor 50 Jahren Sturmholz verwendet.

Bis 1968 hatte die Bürgergemeinde Lohn für den eigenen Forstdienst nur ein kleines «Holzerhüttli» mitten im Oberwald im «Tanzbödeli» zur Verfügung. Da die Bürgergemeinde im Winter 1967 durch einen übermässigen Nass-Schneedruck viel geknicktes Holz schlagen und dieses zum Verkauf ausschreiben musste, wurde die Idee eines Holzunternehmers, dieses Sturmholz eigens für den Bau eines Waldhauses zu verwenden, von der Forstkommission und vom Bürgerrat umgehend an die Hand genommen.

An erhöhter Stelle am Waldrand, hinter dem Rütifeldhof, baute die Bürgergemeinde Lohn vor 50 Jahren durch die Firma Küenzi und Knutti AG aus Adelboden – einer Firma, mit der schon viele Jahre vorher im Holzhandel gut zusammengearbeitet wurde – ein eigenes Waldhaus. Damit konnten die notwendigen Räumlichkeiten für ein grösseres Forstgeräte- sowie ein Sitzungs- und Versammlungslokal für den Bürgerrat, die Kommissionen und Bürgerversammlungen geschaffen werden.

Anfänglich war das Haus weder an das Stromnetz noch das Wasser- und Kanalisationsnetz angeschlossen. Im Verlaufe der Zeit erfolgte nach und nach ein Strom-, Wasser- und Kanalisationsanschluss. Die Bürgergemeinde realisierte 2004 mit einem Innenumbau auch den Einbau einer Toilette, um den Gewässervorschriften zu genügen.

Fünf Hauswarte

In den 50 Jahren diente das Haus sowohl für öffentliche Anlässe der Bürger- und der Einwohnergemeinde als auch vielen Bürgern und Einwohnern, Vereinen und Privaten für diverse gemütliche Zusammenkünfte. Nur einmal in diesem halben Jahrhundert, vor rund 10 Jahren, erlitt das Waldhaus durch einen plötzlichen Wetterumbruch und eine daraus aufgetretene Windböe einen grösseren Schaden durch eine umgestürzte Buche.

Fünf Hauswarte haben im Verlaufe der Zeit geholfen, die vom Bürgerrat erlassene strenge Hausordnung pflichtgemäss durchzusetzen, um das heimelige Haus, in dem etliche einmalige, feierliche Anlässe durchgeführt wurden, unversehrt der Nachwelt zu erhalten.

In diesem Jahr ist von der Bürgergemeinde ein neuer Unterstand zur Versorgung der Holzvorräte und der Gerätschaften geplant, um die Lage dieses schön gelegenen Bürgerhauses mit Blick auf die Alpenkette auch im Aussenbereich optisch aufzuwerten.