Oberdorf

40 Jahre Wüudbachblosofoniker: Auf den Kaltstart folgte ein heisses Fest

Die Oberdorfer Wüudbachblosofoniker setzten am Samstag mit ihrer Jubiläumsfeier ein erstes fasnächtliches Highlight.

Sie waren dieses Jahr etwas früh dran, die Oberdorfer Wüudbachblosofoniker. Schon am Samstag feierten sie unter dem Motto «Jubi Hilari Gaudi» ihr 40-jähriges Bestehen – obwohl die Solothurner Fasnacht ja offiziell erst Montag mit dem Hilari beginnt. Beim offiziellen Akt, als die Guggemusik ihr 40-jähriges und ihre alte Garde das 35-jährige Bestehen zelebrierten, war die Käch-Schüür nur schütter besetzt. So sahen am frühen Samstagabend nur etwa 40 Personen die Übergabe des Schlüssels durch den Gemeindepräsidenten Patrick Schlatter an den Vereinspräsidenten Philipp Roos. Doch dann verdoppelte sich die Zahl der Personen in der Käch-Schüür schlagartig, als die Wüudbachblosofoniker ihr erstes Fasnachtskonzert schränzten. «Junge» – egal ob es Heinos Version, die der «Ärzte» oder eben der Wüudbachblosofoniker sei – ist schlicht und einfach ein fantastisches Fasnachtslied.


Obwohl kein grosses, wird das Jubiläum gefeiert

40 Jahre, das ist ja üblicherweise noch kein Jubiläum, das mit einem grossen Fest begangen wird. «Wenn ich nicht an der Fasnacht bin, dann warte ich auf die Fasnacht», erklärte Philipp Roos, Präsident der Wüudbachblosofoniker und OK-Präsident. Sein Vater Mario gehörte zu den Gründungsmitgliedern. «Für uns ist jeder Vorwand gut genug, um ein grosses Fest zu organisieren. Wir feierten schon unser 35-Jähriges in einem ähnlichen Rahmen und ich denke, es wird schon zum 45. Geburtstag das nächste Jubiläumsfest geben, und dann zum 50. erst recht ein noch viel grösseres. Wir Fasnächtler feiern einfach gerne und lassen keine Gelegenheit aus.»


Zum 10-Jährigen zeichnete die Wüudbachblosofoniker eine Kassette auf, beim 25-Jährigen war es dann schon eine CD. Gespielt hat die Guggenmusig schon in der halben Schweiz, in Deutschland und in Österreich. Dazu gibt es auch noch die «Garde», die eigentlich den Zweck hat, die Guggenmusig im Hintergrund zu unterstützen und den Böög zu bauen. Zur «Garde» darf jeder wechseln, der mindestens fünf Jahre aktiv in der Guggenmusig gespielt hat. Somit feierte dieser Verein sein 35-jähriges Bestehen gleich mit. Alle Ehemaligen wurden angefragt, ob sie an einem gemeinsamen Auftritt mitmachen wollten und so standen, dann nach dem offiziellen Akt und einem Apéro, zu Beginn des zweiten Teils über 60 Musikerinnen und Musiker in der Käch-Schüür zusammen auf der Bühne.

«Das war schon Gänsehaut pur», sagte Philipp Roos, als die Party, die am Anfang etwas zaghaft Anlauf genommen hatte, so richtig an Fahrt aufgenommen hatte. Fünf verschiedene Guggen lösten sich Schlag auf Schlag ab und dann wurde in der nun zum bersten vollen Käch-Schüür gefeiert bis in den Morgen hinein.


Weiter geht das Fasnachtsprogramm in Oberdorf am Schmutzigen Donnerstag mit der Chesslete um 4:59 Uhr, dem Chinderumzug (13:31) gefolgt vom Kindermaskenball und dem Platzkonzert (20:01). Höhepunkt: Wübof-Narrennacht am Samstag und der Abschluss das Böögverbrönne am Aschermittwoch.

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Autor

Hans Peter Schläfli

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