Zwei Franzosen überfielen im November die Raiffeisenbank in Recherswil. Ein 22-Jähriger konnte von Passanten gefasst werden, sein 27-jähriger Komplize konnte aber mit mehreren Tausend Franken fliehen. Er wurde in Frankreich gefasst und sitzt dort Untersuchungshaft. 

Im Kanton Solothurn läuft im Zusammenhang mit dem Überfall auf die Recherswiler Raiffeisenbank ein Strafverfahren wegen Raubes gegen beide Täter, wie die Stellvertretende Oberstaatsanwältin Sabine Husi erklärt. 

Im Gegensatz zum 27-jährigen Franzosen sitzt sein jüngerer Komplize aber immer noch Kanton Solothurn in U-Haft. Beide sind geständig.

Mit Geld verreist

Festgenommen wurde der 27-Jährige im Zusammenhang mit einem Banküberfall in St.Ursanne. Da Frankreich seine Staatsangehörigen nicht ausliefert, haben die französischen Behörden den Fall übernommen. Die jurassische Staatsanwaltschaft hat die Unterlagen zu diesem Banküberfall ausgehändigt.

Im Kanton Jura läuft deshalb nur noch ein Verfahren gegen zwei Personen, wie die zuständige Staatsanwältin Laurie Roth auf Anfrage sagt. «Wir führen ein Verfahren gegen eine Frau, die das Fluchtfahrzeug gefahren hat und gegen eine Frau, die mit dem 27-jährigen Beschuldigten in die Ferien gefahren ist.» Die beiden sind mit dem in St.Ursanne gestohlenen Geld verreist. Dies soll die einzige Verbindung zum Überfall sein. «Wir haben keinen Hinweis, dass die Frau am Banküberfall beteiligt war», so Roth. (ldu)