«Abr die si doch gar nid so guet gsi.» Enttäuscht laufen die Junioren des FC Lommiswil vom Platz. In letzter Minute haben die Mädchen des Team YB den entscheidenden Treffer erzielt. Und auch nebenan ging es eng zu und her. Das Team Wasseramt lieferte sich mit der Gruppierung aus dem Oberaargau einen Fight auf höchstem Niveau. Zwei schöne Weitschuss-Tore entschieden die Partie zugunsten der Wasserämter. Nur der einstudierte Torjubel funktionierte noch nicht ganz so wie bei den Profis.

Nicht nur in Biberist drehte sich am Donnerstag Alles um das runde Leder. In Gerlafingen trafen sich Juniorenmannschaften aus den Kantonen Solothurn, Bern und Aargau zum traditionellen Auffahrtsturnier. Bereits zum 31. Mal konnten sich die künftigen Profis mit der Konkurrenz aus den Nachbarkantonen messen. Damit ist es eines der ältesten Junioren-Turniere in der Region. «Nur einmal mussten wir es während all den Jahren wegen schlechtem Wetter absagen», erzählt Stefan Schneider, der den Anlass während 25 Jahren als OK-Präsident mit organisierte.

«Ich habe diese Nacht mit offenen Augen geschlafen», ergänzt Dario Schneider, der das Präsidium auf dieses Jahr von seinem Vater übernahm. Am Morgen aber Entwarnung. Das Wetter ist nicht ganz so schlecht wie gemeldet, das Turnier kann durchgeführt werden. Den Kindern sind die paar Regentropfen freilich völlig egal. Munter wird gerannt, gegrätscht und gekickt. Was die stolzen Eltern von der anstehenden Wäsche halten werden, ist natürlich eine andere Frage.

Gewonnen hat das Turnier in der Altersklasse «E» der FC Solothurn. Im Final setzten sie sich souverän gegen Zuchwil durch. Bei den Junioren «D» war es haarscharf. Mit der kleinstmöglichen Führung von 1:0 gewann das Team Wasseramt gegen die Lokalmatadoren aus Gerlafingen. Jubel auf der einen, Tränen auf der anderen Seite. Nachdem es für alle eine Medaille gab und nach einer warmen Dusche war die Welt aber wieder in Ordnung. Nach einem ganzen Tag voller Fussball, wer könnte da noch traurig sein?